Panorama-Fotos richtig aufnehmen

Panorama-Fotos richtig aufnehmen

Parallaxe, Schärfe, Helligkeit und Farbbalance: Für gute Panorama-Aufnahmen, die aus mehreren Bildern zusammengefügt werden (Stitchen), müssen viele Dinge beachtet werden. Vor allem, wenn das Bild später großformatig ausgedruckt werden soll.

Spaniens höchster Berg

© dpa

Bild: Tenerife Tourism/dpa/tmn

Sorgfältige Parallaxe

Besonders wichtig ist es, keinen Fehler bei der sogenannten Parallaxe zu machen. Das ist die scheinbare Änderung der Position eines Objektes, wenn der Fotograf seine eigene Position ändert. Darauf weist der Photoindustrie-Verband in Frankfurt hin.

Schwenken um einen Punkt

Lässt man die Parallaxe außer Acht, dann verschieben sich beim Schwenken der Kamera die nahen gegen die fernen Objekte in den Bildern. Das Ergebnis ist, dass sich benachbarte Bilder nicht zur Deckung bringen lassen und folglich nur mühsam zusammengefügt werden können. Parallaxenfehler lassen sich vermeiden, indem die Kamera bei den Einzelaufnahmen um einen bestimmten Punkt geschwenkt wird. Dieser Drehpunkt ist das optische Zentrum des Objektivs und wird in der Fachsprache als No-Parallax-Point (NPP), Nodal Point oder Nodalpunkt bezeichnet.

Diese Software hilft

Geringe Parallaxenfehler, zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen, bügelt die Stitching-Software, die vielen Kameras beiliegt, in der Regel aus. Anders verhält es sich bei Architektur- und Innenaufnahmen mit konturenreichen nahen und fernen Objekten. Abhilfe schafft hier die Verwendung eines speziellen Panoramastativkopfs, der das Schwenken der Kamera um den NPP ermöglicht.
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Dabei ist es wichtig zu wissen, dass jedes Objektiv ein anderes optisches Zentrum und damit einen anderen NPP besitzt. Die Lage des Punktes ist von der Konstruktion, der Brennweite und der gewählten Entfernung abhängig. Man muss den No-Parallax-Point also selbst ermitteln. Dazu verschiebt man die Kamera so lange auf dem Kreuzschlitten des Stativs, bis der Parallaxenfehler eliminiert ist.

Am besten Fischaugen-Objektive

Bestens geeignet für die Panoramafotografie sind Fischaugen-Objektive. Mit ihrem großen Bildwinkel erlauben sie Panoramen in wenigen Aufnahmen. Im Gegensatz zu normalen Objektiven besitzen Fischaugen-Objektive keinen eindeutigen NPP. Dieser ist dort abhängig vom Eintrittswinkel des Lichtes ins Objektiv. Das hat zur Folge, dass Fischaugen-Objektive nicht genau auf den NPP justiert werden können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. August 2010 10:52 Uhr

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