«ISO» verrät die Lichtempfindlichkeit

«ISO» verrät die Lichtempfindlichkeit

Der Begriff «ISO» taucht immer wieder auf. Er steht für International Organisation for Standardisation und bezeichnet verschiedene internationale Normen.

Kamera

© kodak.com

In der Fotografie gibt er die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums an - des Sensors oder des Films, erklärt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Gängig sind ISO-Werte von 50 bis 1600. Ein kleiner Wert steht für geringe Lichtempfindlichkeit, ein großer für höhere.

Das bedeuten die Zahlen hinter dem ISO

Von ISO 50 verdoppelt sich die Empfindlichkeit jeweils von einer zur nächsten Belichtungsstufe: ISO 100 ist doppelt so empfindlich. Und ISO 200 ist zweimal so empfindlich wie ISO 100. «Die Erhöhung des ISO-Wertes um eine Belichtungsstufe hat den gleichen Effekt, wie wenn man um eine Belichtungsstufe länger belichtet - also beispielsweise die Verschlusszeit von 1/125 Sekunde auf 1/60 Sekunde verlängert», erklärt Constanze Clauß. Das Aufnahmemedium kann bei höherer ISO-Zahl in kürzerer Zeit die gleiche Menge Licht aufnehmen.

Für Sportbilder höhere ISO Einstellung wählen

Der Fotograf könnte aber auch durch eine größere Blende mehr Schärfentiefe erreichen. Welcher Weg eingeschlagen wird, ist vom Motiv abhängig. Zum Beispiel sind für Sportaufnahmen in der Turnhalle meist höhere ISO-Einstellungen nötig: 800 oder 1600. Denn das Licht in der Halle ist oft sehr schwach, und für scharfe Fotos von sich bewegenden Sportlern braucht es kurze Verschlusszeiten.
Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen wird die ISO-Zahl zum Beispiel dann erhöht, wenn kein Stativ zur Hand ist und die Aufnahmen bei längeren Verschlusszeiten trotz Bildstabilisatoren verwackeln würden. Beachten sollten Fotografen aber, dass mit der Erhöhung des ISO-Wertes Bildrauschen auftreten kann.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 3. Mai 2010 15:36 Uhr

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