SSD-Festplatte günstig nachrüsten

SSD-Festplatte günstig nachrüsten

Die Umrüstung des PCs auf eine SSD-Festplatte sorgt für deutlich mehr Geschwindigkeit. Doch bei der Vielzahl an Formaten fällt die richtige Auswahl schwer.

Nachgerüstetes Notebook

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Richtig zufrieden mit dem Arbeitstempo: Manch einer erkennt sein Notebook nach einer SSD-Aufrüstung nicht mehr wieder.

Schneller sind sie sowieso. Auch bei der Speicherkapazität kommen SSDs immer weiter in die Nähe herkömmlicher Festplatten. Und die Preise sind inzwischen auch konkurrenzfähig. Doch welche SSD braucht man, und wie funktioniert der Einbau? Ein Überblick:
SSD für den Desktop-PC
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Eine 2,5-Zoll-SSD im Laufwerksschacht eines Desktop-PCs. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Der Klassiker: 2,5-Zoll-SSD

Am längsten auf dem Markt ist die Standard-SSD im 2,5-Zoll-Format mit SATA-Schnittstelle. Sie steckt in einem Gehäuse, hat das Format einer klassischen 2,5-Zoll-Festplatte und stellt oft mit die einfachste und günstigste SSD-Erweiterungsmöglichkeit für Desktop-PCs und Notebooks dar. 2,5-Zoll-SSDs mit 500 Gigabyte (GB) sind schon für unter 100 Euro zu haben.
M.2-SATA
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Schneller und teurer: M.2-NVMe-SSDs kosten vergleichen mit ihren M.2-SATA-Geschwistern (im Bild) derzeit noch rund 50 Prozent mehr.

Für Höchstleistungen: SATA-SSD

Wer das Speed-Maximum herausholen möchte, sollte sich M.2-SSDs mit NVMe-Schnittstelle anschauen. Diese sind um einiges flotter unterwegs als klassische SATA-SSDs. «Für einen Privatanwender, der nur alltägliche Arbeiten mit dem Rechner macht, reicht eine SATA-SSD vollkommen aus», schränkt aber Manuel Christa vom Fachmagazin «PC Games Hardware» ein. NVMe-SSDs seien besonders geeignet, wenn tagtäglich große Datenmengen bewegt werden müssen.
M.2-SSD
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M.2-SSD auf dem Mainboard eines Desktop-PCs. Ganz links zu erkennen: Die silberne Schraube, mit der die SSD nach dem Einstecken fixiert wird.

Kompakter Newcomer: M.2-SSD

Die gehäuselosen M.2-SSDs erinnern optisch eher an einen Speicherriegel als an eine Festplatte. Sie bestehen nur aus einer kompakten Steckplatine mit Speicherchips und Steuerelektronik - ideal für Notebooks. 2,5-Zoll-SSDs benötigen einen Laufwerksschacht, eine M.2-SSD kann direkt auf die Hauptplatine gesteckt werden. Beim Notebook muss aber ein geeigneter Steckplatz frei und über eine Serviceklappe erreichbar sein.
Aufgepasst beim M.2-Format: Die immer 22 Millimeter breiten M.2-SSD-Karten gibt es in verschiedenen Längen. Zwar hat sich mittlerweile die Variante mit 80 Millimetern Länge durchgesetzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass die neue SSD passt, sollte aber wegen der richtigen Länge ins Handbuch seines Rechners schauen.
M.2-SSD mit SATA-Schnittstelle
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Eine Frage der Kerben: Links die zwei Einkerbungen bei einer M.2-SSD mit SATA-Schnittstelle, rechts eine «einkerbige» M.2-SSD mit NVMe-Schnittstelle.

SATA und NVMe Schnittstellen

M.2-SSDs gibt es aber auch noch mit zwei verschiedenen Schnittstellen. Einmal mit der klassischen SATA- und einmal mit der deutlich schnelleren NVMe-Verbindung. Unterscheiden kann man die Schnittstellen schon beim Blick auf die Steckkontaktleiste: M.2-SSDs mit SATA haben zwei Einkerbungen, M.2-SSDs mit NVMe nur eine. Da NVMe auf dem PCIe-Verbindungsstandard basiert, werden NVMe-SSDs oft auch als PCIe-SSDs angeboten.

Günstiger Moment für eine Umrüstung auf SSD

M.2-SATA-SSDs sind mit um die 100 Euro für 500 GB inzwischen ähnlich günstig wie 2,5-Zoll-SATA-SSDs. M.2-NVMe-SSDs kosten im Vergleich zu ihren M.2-SATA-Geschwistern derzeit aber noch rund 50 Prozent mehr: also etwa 150 Euro für 500 GB. Insgesamt betrachtet gibt es für SSD-Umsteiger derzeit aber keinen Grund mehr, mit der Anschaffung zu warten, sagt Manuel Christa: «SSDs sind günstig wie nie zuvor, Interessenten sollten jetzt zuschlagen.»
Einbau einer M.2-SSD
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Operation am offenen Notebook: Mehr als einen Schraubenzieher braucht es meist nicht, um eine M.2-SSD einzusetzen.

M.2 im Notebook einbauen

Die Karte einfach im M.2-Steckplatz platzieren und mit einer Schraube fixieren. Bei Notebooks findet sich der Steckplatz meist auf der Unterseite. Um diese zu lokalisieren, kann auch ein Blick ins Handbuch helfen.

M.2 im Desktop-Computer einbauen

M.2-Steckplätze liegen oft zwischen Prozessor und Grafikkarte. Große Grafikkarten müssen deshalb oft erst ausgebaut werden, damit die M.2-SSD eingesteckt werden kann. «Bei Windows-PCs und –Desktops ist der Einbau in der Regel kein Problem, bei Apple-Rechnern wird es schwieriger, auch weil ein Garantieverlust droht», sagt Jörg Stenzel, Computertechnik-Experte aus Marl.
Adapterkarte
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Im Desktop-PC steckt ein Mainboard ohne SSD-Steckplatz? - Kein Problem: Adapterkarten wie diese helfen weiter.

2,5-Zoll-SSD im Desktop-Computer einbauen

Erfordert ein paar Handgriffe mehr. Beim Desktop-PC wird die Platte mit einem speziellen Einbaurahmen in einem regulären Laufwerkschacht verschraubt. Im nächsten Schritt werden Stromversorgung und SATA-Kabel angeschlossen.

2,5-Zoll-SSD im Notebook einbauen

Hier nimmt die SSD den Platz der herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte ein - wenn es nicht gerade zwei Platten-Schächte gibt, was eher bei größeren Notebooks vorkommt. Oft ist auch hier ein Einbaurahmen nötig: Dieser kann einfach von der entnommenen Festplatte entfernt und um die neue SSD gebaut werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. August 2018 10:58 Uhr

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