Berliner Firma bietet 3D-Druck auf Bestellung an

Berliner Firma bietet 3D-Druck auf Bestellung an

Ein Brillengestell aus dem Computer, eine Mini-Figur von sich selbst für die Handtasche: 3D-Drucker machen es möglich. Die Industrie nutzt die Technologie schon lange, ein Berliner Unternehmen will sie jetzt als Dienstleistung anbieten.

  • Alles aus dem 3D-Drucker© dpa
    Alles aus dem 3D-Drucker: In dem Berliner Geschäft können Kunden Gegenstände wie Eierbecher oder kleine Doppelgänger von sich selbst in Auftrag geben. Foto: Ole Spata
  • Kleiner Doppelgänger aus Gips© dpa
    Die gedruckte Figur aus Gips muss erst einmal freigepinselt werden. Foto: Ole Spata
  • Von allen Seiten abgelichtet© dpa
    Von allen Seiten abgelichtet: Um eine fotorealistische Figur zu produzieren, werden aus verschiedenen Winkeln 60 Fotos einer Person aufgenommen. Foto: Ole Spata
  • Geschäftsführer Thomas Strenger© dpa
    Geschäftsführer Thomas Strenger mit einer Figur von sich selbst: Eine 15 Zentimeter hohe Puppe kostet 220 Euro, ein Abbild in Lebensgröße mindestens 15 000 Euro. Alles aus dem 3D-Drucker Foto: Ole Spata
Eine Berliner Firma will den 3D-Druck auf Bestellung als Geschäftsmodell etablieren. In dem am Mittwoch (27. November) eröffneten ersten Geschäft des Anbieters Botspot können Kunden ihre eigenen 3D-Modelle erstellen und drucken lassen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Lampenschirme können ebenso gefertigt werden wie Eierbecher oder dreidimensionale Kopien der Kunden.

3D Figuren von sich selbst kaufen

Besonders viele Anfragen erhält die Firma für ihre Personen-Kopien, obwohl deren Herstellung mehrere Stunden dauert. Um eine fotorealistische Figur zu produzieren, werden zunächst aus verschiedenen Winkeln 60 Fotos einer Person aufgenommen. Diese werden digital bearbeitet und mit einem Gemisch aus Gips, Kreide und Tinte ausgedruckt. Eine 15 Zentimeter hohe Puppe kostet 220 Euro, ein Abbild in Lebensgröße mindestens 15 000 Euro. «Wir wollen den Leuten näherbringen, wie die Technik funktioniert», sagt Mitbegründer Thomas Strenger.

3D Figuren für die Hochzeitstorte

Ein Paar bestellte bereits kleine Figuren von sich selbst für die eigene Hochzeitstorte, ein anderer Kunde ließ sein Auto für die Vitrine reproduzieren.

Was kostet es?

Andere Aufträge haben praktischen Nutzen. Sowohl ein Brillengestell als auch eine simple Handprothese hat der Anbieter bereits produziert. Der Preis für die Objekte richtet sich nach der Dauer des Drucks. Für eine Stunde werden rund 20 Euro berechnet. Eine Plätzchenform aus Biokunststoff ist so für rund 5 Euro zu haben.
Darüber hinaus bietet Botspot 3D-Drucker anderer Hersteller für den Hausgebrauch an - das günstigste Modell kostet 800 Euro. Dass die Käufer sich damit auch Waffen drucken könnten, schließt Strenger aus. «Das können nur Geräte, die mehrere Hunderttausend Euro kosten.» Mögliche Aufträge für Pistolen, Messer oder verfassungsfeindliche Symbole würden im Laden ohnehin abgelehnt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. Dezember 2013 18:19 Uhr

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