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Kindersitze im Test: Das sind die sichersten Modelle

Die meisten Kindersitze sind laut Stiftung Warentest sicher. Doch es kommt auch auf eine korrekte Montage und die passende Größe an.
Baby an Bord
Baby an Bord: Die meisten Kindersitze fürs Auto sind «gut», wie Stiftung Warentest ermittelt hat. © dpa

Bei Kindersitzen wollen Eltern auf Nummer sicher gehen. Allzu viele Ausreißer nach unten gibt es dabei nicht, wie ein Test von ADAC und Stiftung Warentest zeigt («test»-Ausgabe 11/2017).

Preis bestimmt nicht die Qualität

So schneiden 12 der 16 Sitze mit «gut» ab. Vom Preis muss die Qualität auch nicht abhängen. Gute Sitze sind zwischen 140 und 700 Euro zu bekommen. Zwei weitere Modelle sind «befriedigend».

Zwei Sitze mangelhaft

Allerdings fielen zwei Sitze mit einem «Mangelhaft» durch. Das hat die Stiftung Warentest bereits im Juli vorab veröffentlicht. Der «Recaro Optia mit Smart Click Base» löste sich beim Frontalcrash von seiner Basis. Der geprüfte «Jané Grand» riss aus der Verankerung. Recaro verkauft das betreffende Modell nicht mehr und tauscht vorhandene Exemplare aus. Jané hält sein Modell weiterhin für sicher, wie die Stiftung Warentest berichtet. Der Hersteller belasse das Modell im Programm, biete aber eine kostenlose Reparatur an.

Kindersitze nicht für verschieden Körpergrößen ausgelegt

Zu den Testkandidaten zählen sowohl Sitze der i-Size-Norm ECE R 129 nach Körpergröße als auch solche, die nach Körpergewicht zugelassen sind (ECE R 44). Sind Kinder jünger als zwölf Jahre oder kleiner als 1,50 Meter, schreibt der Gesetzgeber für sie einen Kindersitz fürs Auto vor. Ein einziger Sitz von Geburt an reicht in der Regel nicht aus. So habe die Stiftung Warentest bisher noch kein Modell gefunden, das über diese lange Spanne gleich gut geeignet ist.

Kindersitze schützen bei Unfällen
Kindersitze sollten möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung montiert werden.

Wann sind Kindersitze nicht mehr sicher?

Als Faustformel gelte: Babys und Kleinkinder sollten mindestens bis zum Alter von etwa 15 Monaten nur rückwärts gerichtet in einer Babyschale im Auto mitfahren. Erst dann könnten sie ihren Kopf selbst stützen. Spätestens wenn der Kinderkopf über den Schalenrand herausragt, müsse ein größerer Sitz her. Einige der größeren Sitze können etwa über das Verstellen der Rückenlehnhöhe mitwachsen. Allgemein sollten Kindersitze möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung montiert werden, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren.

Dazu eigene sich etwa ein i-Size-Sitz, der dies bis zu einer Größe von 1,05 Metern ermöglicht. Dann seien Kinder ungefähr vier Jahre alt. Allerdings: Oft sind die Beine der Kinder schon mit zweieinhalb Jahren zu lang, um noch angenehm rückwärtsgewandt fahren zu können.

Die besten neuen Sitze in den einzelnen Kategorien

  • Bis maximal 105 Zentimeter (i-Size): Hier gewinnt der «Cybex Aton M i-Size mit Base M i-Size» für 350 Euro mit einem «Gut» (Note 1,6). Platz zwei belegt der «Cybex Aton M i-Size» für 200 Euro (1,8) vor dem 450 Euro teuren «GB Vaya i-Size» (2,3).

  • Geburt bis maximal 13 Kilo: Hier hat der «Recaro Guardia mit Smart Click Base» die Nase vorn (1,8) und kostet 370 Euro. Dahinter folgen der «Recaro Privia Evo mit Smart Click Base» (1,8) für 330 Euro sowie der «Recaro Guardia» (1,9) für 220 Euro. Alle drei sind «gut».

  • Geburt bis maximal 18 Kilo: Hier war nur der «Klippan Kiss 2 Plus» für 500 Euro im Test, er schnitt «gut» ab (2,5).

  • 9 bis 36 Kilo: Der «Concord Vario XT-5» für 370 Euro erweist sich als «befriedigend» (3,0).

  • 15 bis 36 Kilo: Der «Maxi-Cosi Rodi XP» (1,9) für 140 Euro liegt vor dem «Maxi-Cosi Rodi XP Fix» (2,1) für 150 Euro. Beide sind «gut».

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Dienstag, 24. Oktober 2017 14:43 Uhr

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