Gebrauchtwagen war einmal Mietauto

Gebrauchtwagen war einmal Mietauto

Ein Fahrzeughändler muss nicht ungefragt darauf hinweisen, dass ein gebrauchtes Auto als Mietwagen genutzt wurde. Das geht aus einem Beschluss des Landgerichts Kaiserslautern hervor.

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Ein Händler muss nicht darauf hinweisen, wenn ein gebrauchtes Auto als Mietwagen genutzt wurde.

Bei einer solchen Nutzung handele es sich nicht um einen «offenbarungspflichtigen Sachmangel», so dass der Käufer nicht zur Rückgabe des Fahrzeugs berechtigt sei.

Frau forderte Rückabwicklung des Kaufvertrages

Das Gericht gab mit seinem Beschluss einem Autohändler Recht, der einen Jahreswagen an eine Kundin verkauft hatte. Als die Frau erfuhr, dass der Wagen zuvor als Mietwagen genutzt worden war, verlangte sie die Rückabwicklung des Kaufvertrages. Ihr Argument: Der Händler wäre verpflichtet gewesen, sie auf die Nutzung als Mietwagen hinzuweisen.

Landgericht: Gefahr von Schäden ist nicht größer

Das Landgericht sah für eine Rückabwicklung des Kaufvertrages jedoch keine rechtliche Grundlage. Es werde nicht vermutet, dass bei einem als Mietwagen genutzten Fahrzeug die Gefahr von Schäden durch sorglose Nutzung sowie durch Fahr- und Bedienungsfehler größer sei. Ebenso wenig handele es sich um eine atypische Nutzung des Autos.

Aktenzeichen: 2 O 498/08 vom 5. Oktober 2009

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. Oktober 2009 14:38 Uhr

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