Bahnübergang richtig überqueren

Bahnübergang richtig überqueren

Werden an Bahnübergängen Warnsignale ignoriert, drohen hohe Bußgelder, Punkte und Fahrverbote. Daneben gibt es viele andere Regeln, die Autofahrer oft missachten.

Gefahr an Übergängen

© dpa

Das Andreaskreuz weist immer auf die Vorfahrt des Zugverkehrs hin.

Langsam und bremsbereit - so nähern sich Autofahrer am besten einem Bahnübergang. Das rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Denn auch ohne Schranken oder Lichtsignale weist ein Andreaskreuz immer auf die Vorfahrt des Zugverkehrs hin.

Schienen am Bahnübergang zügig überqueren

Funktionsstörungen von Schranken und Signalleuchten seien zwar laut DVR «extrem selten», aber nie komplett auszuschließen. Die Schienen überqueren die Autofahrer dann zügig, sollten aber mit Bodenwellen rechnen. Überholen ist ab 240 Meter vor einem Übergang bis hinter das letzte Gleis verboten.

Wann anhalten, wann weiterfahren?

Bei sich schließenden oder bereits geschlossenen Schranken müssen sie allerdings genauso anhalten wie bei rotem oder gelbem Licht sowie Blinkleuchten. Erst wenn die Lichter erloschen und Schranken wieder komplett offen sind, dürfen die Autofahrer weiterfahren.

Bußgeld, Punkte und Fahrverbot möglich

Wer etwa die Lichtzeichen ignoriert, kann laut DVR mit einem Bußgeld von 240 Euro, zwei Punkten in Flensburg sowie mit einem Monat Fahrverbot rechnen. Die Fahrt durch geschlossene Halbschranken kann 700 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot nach sich ziehen. (Stand: Juni 2017)

Warnbaken geben Abstand zu Übergang an

In der Regel weist ein dreieckiges Gefahrenzeichen mit einem stilisierten Zug im Voraus auf einen Bahnübergang hin. Mehrere Warnbaken geben den Abstand zum Übergang an.

Unbeschrankten Bahnübergang queren

Auch bei unbeschranktem Bahnübergang gilt: Langsam anfahren und andere Verkehrsteilnehmer nicht überholen. Wer das Radio ausschaltet und das Fenster öffnet, kann einen sich nähernden Zug vielleicht sogar hören.

Was tun bei Stau auf dem Bahnübergang?

Bildet sich auf dem Bahnübergang vor dem eigenen Auto ein Stau, müssen Autofahrer eine Fahrzeuglänge Abstand halten. Ist ein Stau dahinter absehbar, halten Autofahrer vor den Bahnschienen an. Sie dürfen erst dann weiterfahren, wenn die Fahrzeuge hinter dem Übergang und auf den Schienen wieder starten.

Quelle: dpa/Berlin.de

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. Juni 2017 12:26 Uhr