Anlieger frei: Wer darf hier fahren?

Anlieger frei: Wer darf hier fahren?

Straßen mit dem Hinweis "Anlieger frei" sind nur für bestimmte Autofahrer freigegeben. Für welche, legt die Straßenverkehrsordnung fest.

Anlieger frei

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«Anlieger frei» - Hier darf mit dem Auto nur hineinfahren, wer mit den Grundstückseigentümern oder Bewohnern in irgendeine Beziehung treten möchte.

Steht auf der Zusatztafel unter einem Verkehrsschild «Anlieger frei», ist das Befahren der Straße laut Straßenverkehrsordnung (StVO) nur den Anliegern gestattet. Für andere Verkehrsteilnehmer ist die Straße gesperrt, wenn sie dort nicht wohnen, arbeiten, geschäftlich zu tun haben oder als Besucher gelten, erläutert der Tüv Nord.

Wie ist "Anlieger" definiert?

Wörtlich kommt der Begriff Anlieger in Paragraf 45 der StVO zwar nicht vor. Allerdings haben Gerichte entschieden, dass darunter alle Personen zu verstehen sind, die mit den Grundstückseigentümern oder Bewohnern der Straße in Beziehung treten wollen.

Besuch gilt als Anlieger

Wer also einen Verwandten oder Bekannten besucht oder ihn abholen möchte, der gilt als Anlieger und darf die Straße rechtmäßig nutzen. Auch wer in die Straße fährt, weil er als Patient zum Arzt oder als Klient zum Anwalt möchte oder Gast eines Hotels in der Straße ist, darf dies tun.

Anliegerstraße als Abkürzung nutzen?

Wer die Straße allerdings nur als Abkürzung nutzt oder dort ohne triftigen Grund parkt, also eben nicht mit den Anliegern in einer Beziehung steht, der begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld rechnen, wenn er erwischt wird.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. Dezember 2019 11:35 Uhr