Standstreifen dürfen bei Staus nicht befahren werden

Standstreifen dürfen bei Staus nicht befahren werden

Bei Staus dürfen Autofahrer den Standstreifen nicht als Überholspur nutzen. Wer das Verbot missachtet, muss sich auf hohe Strafen einstellen.

Freigegebener Seitenstreifen zur Stauvermeidung

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Stand- oder Seitenstreifen sind zum Überholen prinzipiell tabu. Nur wenn diese von der Polizei eindeutig freigegeben sind, dürfen sie genutzt werden.

Auch wenn die nächste Autobahnabfahrt nicht mehr weit ist: Im Stau ist der Standstreifen tabu. Den Notstreifen rechts als Überholspur zu benutzen, erhöhe das Unfallrisiko und stehe unter Strafe, warnt der TÜV Thüringen.

Punkt in Flensburg und 75 Euro Bußgeld

Wer erwischt werde, bekomme einen Punkt in Flensburg und müsse 75 Euro Geldbuße zahlen. Wer beim Auffahren andere gefährdet, zahlt 90 Euro. Erlaubt sei das Fahren dort nur im Notfall, für Pannenfahrzeuge, oder wenn die Polizei den Streifen offiziell für alle freigebe - etwa bei erhöhtem Verkehrsaufkommen.

Bei Stau eine Rettungsgasse bilden

Wer auf der Autobahn ins Stocken gerate, sollte außerdem das Warnblinklicht einschalten, Abstand wahren und eine Gasse für Rettungsfahrzeuge bilden. Diese Rettungsgasse muss immer zwischen der äußersten linken und der unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrspur gebildet werden.

Ausnahme für Nutzung von Standstreifen

Außerorts, etwa auf Landstraßen, ist die Nutzung des Standstreifens oder Seitenstreifens nur in einem Fall erlaubt. Landwirtschaftliche Fuhrweke oder Fahrzeuge mit sperriger Ladung dürfen ihn befahren, wenn sich hinter ihnen eine Schlange gebildet hat.

Wozu ist der Standstreifen gut?

Der Seitenstreifen dient ausschließlich der Sicherheit. Bei einem Unfall oder einer Panne kann ein Auto darauf abgestellt werden ohne den restlichen Verkehr zu gefährden.
Rettungsgasse auf der Autobahn
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Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Montag, 8. Oktober 2018 16:27 Uhr