Berliner Polizei warnt vor «Funmobilen» mit Elektromotor

Berliner Polizei warnt vor «Funmobilen» mit Elektromotor

Das Fahren auf Skateboards mit Elektromotor und Hoverboards macht Spaß - und ist im öffentlichen Raum ausnahmslos verboten. Die Berliner Polizei erklärt, warum.

Mann auf Hoverboard

© dpa

Hoverboards haben auf der Straße nichts zu suchen.

Skateboards mit Elektromotor, motorisierte Tretroller und sogenannte Hoverboards werden immer beliebter. Die Berliner Polizei sprach am Montag (12. Dezember 2016) von «neuen originellen Fortbewegungsmitteln mit offenbar hohem Spaßfaktor» und stellte fest: «Der technischen Entwicklung moderner Spaßmobile für den Straßenverkehr sind kaum Grenzen gesetzt.» Gleichzeitig warnte sie dringend vor dem Kauf und der Benutzung im Straßenverkehr.

Nutzung von Hoverboards ist verboten

Meist steht der Fahrer dieser «Funmobile» quer oder längs auf einer Art Skateboard, dessen zwei oder vier Räder von einem Elektromotor angetrieben werden. Die Polizei betonte, das Fahren mit diesen neuen Geräten sei ausnahmslos verboten und werde bestraft. In der Werbung und in den Geschäften werde darauf jedoch kaum hingewiesen.

Funmobile gelten als Kraftfahrzeuge

Die «Funmobile» gelten demnach im Straßenverkehrsrecht als Kraftfahrzeuge. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt meist mehr als sechs Stundenkilometer, so dass sie ein Nummernschild und eine Haftpflichtversicherung brauchen und der Fahrer einen Führerschein besitzen muss. Den Fahrern drohen Bußgelder, Geldstrafen, Punkte in Flensburg und bei Unfällen Schadenersatzforderungen.

Besser kein Hoverboard zu Weihnachten

Die Polizei erklärte: «Dies gilt auch dann, wenn nur auf Gehwegen, in Fußgängerzonen oder Parkanlagen im Schritttempo gefahren wird oder Kinder Geräte dieser Art - beispielsweise auf den Schulwegen - nutzen.» Mit Blick auf Weihnachten warnte sie besonders Eltern davor, den Wünschen ihrer Kinder einfach nachzugeben.

Segway-Roller sind für Straßenverkehr zugelassen

Die beliebten Segway-Roller, die besonders von Touristen bei geführten Touren durch Berlin benutzt werden, haben hingegen eine Genehmigung für den Straßenverkehr. Die Fahrer brauchen einen Mofa-Führerschein und es muss eine Haftpflichtversicherung geben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 12. Dezember 2016 12:52 Uhr