Unfall durch Assistenzsystem: Wer zahlt den Schaden?

Unfall durch Assistenzsystem: Wer zahlt den Schaden?

Die Kfz-Versicherung kommt bei Unfällen durch Assistenzsysteme wie Autopilot oder Notbremsassistent auf. In einigen Fällen können sie jedoch Tausende Euro vom Fahrer zurückverlangen.

Autonohm fahrendes Auto autopilot unfall versicherung

© dpa

Ein mit Bosch-Technik ausgestatteter Jeep Cherokee - der Fahrer kann wegen des Autopilots die Hände vom Lenkrad nehmen.

Auch Schäden, die nicht durch den Fahrer sondern durch automatisierte Assistenzsysteme im Auto entstehen, reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters. Dazu gehört auch der Autopilot. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit.

Fehler von Assistenzsystem oder Fahrer: Unfallauslöser ist egal

Sie kommt dabei für Schäden an fremdem Eigentum oder Personen auf. Das sei etwa der Fall, wenn die Sensoren eines Rückfahrsystems oder ein Notbremsassistent einen Unfall verursachen. Generell sei es laut GDV unerheblich, ob der Fahrer einen Fehler macht, defekte Teile einer Werkstatt oder eben automatisierte Fahrsysteme einen Unfall auslösen.

Versicherung kann bei Gefahrerhöhung Geld zurückverlangen

Der Gesetzgeber verpflichtet jeden Kfz-Halter zu einer Kfz-Haftpflichtversicherung. Allerdings kann die Versicherung Regress vom Fahrer fordern. Das sei zum Beispiel bei Trunkenheit am Steuer oder Gefahrerhöhung möglich. «Gefahrerhöhung meint eine dauerhafte Veränderung des vertraglich vereinbarten Risikos, beispielsweise ein getunter Motor», sagt Kathrin Jarosch vom GDV. Dann kann die Versicherung bis zu 5000 Euro vom Versicherungsnehmer zurückfordern.
Kfz-Versicherung
© dpa

Kfz-Versicherungen

Ratgeber Kfz-Versicherung mit Infos zu Tarifen, Versicherungswechsel, Verhalten im Schadensfall und mehr

Nach einem Unfall zieht sich Schadensregulierung oft hin
© dpa

Anwälte für Verkehrsrecht

Diese Berliner Rechtsanwälte sind der richtige Ansprechpartner, wenn es beispielsweise um Rechtsbeistand in Fragen des Straßenverkehrsrechts oder des Wegerechts geht. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Juli 2016 09:32 Uhr