Vollkasko kann bei grober Fahrlässigkeit gekürzt werden

Vollkasko kann bei grober Fahrlässigkeit gekürzt werden

Handeln Autofahrer im Straßenverkehr grob fahrlässig, kann die Versicherung die Leistungen reduzieren.

Rote Verkehrsampel

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Autofahrer kann es sehr viel kosten, wenn sie grob fahrlässig einen Verkehrsunfall verursachen. Darauf weisen die Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins in Berlin hin. Die Vollkaskoversicherung sei in diesem Fall berechtigt, die Versicherungssumme zu kürzen, erläutern die Experten.

Rote Ampel überfahren, Versicherungssumme gekürzt

In dem verhandelten Fall hatte eine Autofahrerin eine rote Ampel überfahren und dabei einen Unfall verursacht. Ihre Versicherung kürzte die Versicherungssumme daraufhin um 50 Prozent. Dagegen klagte die Fahrerin. Das Landgericht Münster sah die Kürzung als berechtigt an und wies die Klage der Frau ab.

Grobe Fahrlässigkeit als Begründung

Auch den Hinweis, sie sei von der Sonne geblendet worden, ließen die Richter nicht gelten. Das Überfahren einer roten Ampel sei grob fahrlässig. Bei schwierigen Lichtverhältnissen sei die Autofahrerin zu besonderer Vorsicht verpflichtet gewesen.

Einzelfall ist bei Kürzung zu berücksichtigen

Weiter stellte das Gericht fest, dass beim Kürzen der Versicherungssumme immer alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Einen Standardeinstiegswert für den Abzug gebe es nicht. Die Staffelung erfolge in 25-Prozent-Schritten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. September 2018 16:47 Uhr