Kfz-Versicherung: Tipps zum Wechsel

Kfz-Versicherung: Tipps zum Wechsel

Bei der Kfz-Versicherung spielen für den richtigen Tarif viele Details eine Rolle. Worauf Sie achten sollten.

Tipps zum Wechsel der Kfz-Versicherung

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Kfz-Versicherungen haben ganz verschiedene Bedingungen.

Bei immer mehr Anbietern beginnt das Versicherungsjahr für die Kfz-Versicherung nicht mehr mit dem 1. Januar - und es endet entsprechend nicht mehr mit dem Silvestertag. Dennoch ist der traditionelle Wechseltermin Ende November für die größte Zahl der Autofahrer ein wichtiges Datum: Wer wechseln will, muss einen Monat vor Vertragsablauf gekündigt haben. Und er muss sich einen neuen Vertrag suchen.

Nicht nur auf den Beitrag achten

«Ganz wichtig ist dabei: Bitte nicht nur auf den Beitrag achten», rät Bianka Bobell vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Denn der Beitrag sei auch ein wenig Ausdruck von Qualität. Achten Autofahrer nur auf den Preis, könnten sie im Schadensfall Probleme bekommen.

Haftpflichtversicherung

Die Deckungssumme bei der Haftpflichtversicherung sollte 100 Millionen Euro betragen. Der vereinbarte Haftpflichtschutz sollte laut der Versichertenorganisation auch für im Ausland gemietete Fahrzeuge gelten («Mallorca-Police»). Günstiger wird es mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro in der Teilkasko- und von 300 oder 500 Euro in der Vollkasko-Versicherung.

Voll- oder Teilkasko?

Vorsichtig sollten Autofahrer beim Wechsel von der Vollkasko- in die Teilkasko-Versicherung sein, fügt Bobell hinzu. Eine Vollkasko wird hauptsächlich für neue Wagen abgeschlossen oder für Autos, die über einen Kredit finanziert sind. Hat das Auto dann schon ein paar Jahre auf dem Buckel, wechselten viele Versicherte in die Teilkasko. «Wer aber schon einen guten Schadensfreiheitsrabatt in der Vollkasko hat, sollte sich ausrechnen, ob sich ein Wechsel wirklich lohnt.»
Unterschiede gibt es bei Leistung und Service. Einige Kunden wünschen bei einem Unfall zum Beispiel einen Ansprechpartner am Ort, sagt Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin - das bieten aber nicht alle Versicherer.

Wann den alten Vertrag kündigen?

Der ADAC in München rät Wechslern, den alten Vertrag erst dann zu kündigen, wenn der neue unter Dach und Fach ist. Denn Anbieter müssten zwar bei der Haftpflichtversicherung jeden Kunden akzeptieren und dürften die Police grundsätzlich nicht verweigern. Bei der Teil- und Vollkasko seien Versicherer aber frei und dürften Verträge auch ablehnen. Außerdem müssen Autofahrer ihre Versicherung vier Wochen vor Vertragsende kündigen - laut ADAC am besten per Einschreiben.

Bei Kündigung zählt der Eingangsstempel

Die meisten Autoversicherungen laufen am 1. Januar an, so dass die Kündigung bei den Versicherern spätestens am 30. November auf dem Tisch liegen muss. «Der Poststempel zählt nicht, der Eingangsstempel der Unternehmen ist wichtig», warnt Bobell.

Sonderkündigungsrecht

Unter Umständen können Versicherte aber auch nach dem 30. November noch kündigen. Voraussetzung ist ein Sonderkündigungsrecht. Dieses greift zum Beispiel, wenn Versicherte ihren Beitragsbescheid erst - wie oft üblich - nach dem Stichtag bekommen und dann nicht zufrieden sind.

Schließlich könnten sie sich auch dann erst auf dem Markt umsehen, erläutert ADAC-Sprecher Jochen Oesterle. «Man sollte sich dann nicht beeindrucken lassen, sondern hat ab dem Tag der Zusendung noch vier Wochen Zeit.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 16. Januar 2012 17:11 Uhr

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