Lexus LS 500h

Lexus LS 500h

Auch die fünfte Generation des Lexus LS wird gegen Mercedes S-Klasse, Audi A8 und BMW 7er keine Chance haben. Wer sich trotzdem für die Luxuslimousine entscheidet, wird umso liebevoller umsorgt.

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    Luxuriöser Exot: Lexus bringt Mitte Januar 2018 die fünfte Generation des LS heraus. Mindestens 93.300 Euro werden für den LS 500h fällig.
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    Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger ist die neue Luxuslimousine flacher, länger und sieht sportlicher aus. Der LS 500h kommt auf eine Länge von 5,24 Metern. Von außen sieht er mit seinem wie aus einem Manga-Comic übernommenen Kühlergrill und einer fast schon sportlichen Coupé-Silhouette frisch und modern aus. Innen wirkt er mit den von Hand gefalteten Stoffen auf den Türtafeln, Kristallglas in den Konsolen und aufwendig verarbeiteten Hölzern hingegen sehr traditionell.
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    Für die von Hand gefalteten Türverkleidungen gibt es einen eigenen Begriff: "Takumi" - besonders kunstfertiges Handwerk, das der Limousine einen ganz eigenen Charakter gibt. Ein weiteres Schlüsselwort heißt "Omotenashi". Es steht für die japanische Gastfreundschaft, die einem jeden Wunsch erfüllen möchte, bevor er überhaupt ausgesprochen ist. Wird der Wagen entriegelt, hebt er sich um vier Zentimeter an, damit man sich beim Einstiegen nicht so anstrengen muss. Während das indirekte Licht in den Türtafeln in der Wärme japanischer Papierlaternen strahlt, öffnen sich die Seitenwangen der 28fach verstellbaren Sitze, und das Gurtschloss reckt sich den Insassen um fünf Zentimeter entgegen, um das Anschnallen zu erleichtern.
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    Zum Verwöhnprogramm des LS 500h gehören auch eine aufwendige Klimaanlage und Liegesitze im Fond. Die First-Class-Sessel mit Ottomane und Shaihazu-Massage im Fond sind bequem, die Klimaanlage stellt sich feinfühlig und individuell auf jeden Fahrgast ein.
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    Der Platz um das Lenkrad wirkt leider etwas altbacken. Die Bildschirme sind zu klein und ohne Touchfunktion, das Trackpad auf der Mittelkonsole antiquiert und die Schalter bei aller Finesse irgendwie angestaubt. Die Generation Smartphone kann man damit nicht ködern. Das Assistenzpaket ist hingegen auf der Höhe der Zeit. Der LS folgt automatisch seiner Spur, hält Abstand und Tempo. Dem autonomen Fahren kommt er dabei so nahe wie Mercedes und Co. Er verfügt zudem über eine Elektronik, die Fußgängern aktiv ausweicht statt nur zu bremsen.
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    Beim Motor bleiben sich die Japaner treu und setzen auf einen klassischen Hybrid-Antrieb. Der mag vielleicht im Alltag besonders sparsam sein. Aber als Kombination aus einem V6-Benziner, zwei E-Motoren und einem relativ kleinen Akku bietet er nicht die elektrische Performance der Konkurrenten mit Plug-In-Hybrid und kann nur wenige hundert Meter ohne Sprit fahren. Und mit 264 kW/359 PS hat er auch lange nicht so viel Dampf wie die V8-Modelle, die bei Audi, BMW und Mercedes auch weiterhin den Ton angeben. Immerhin wuchtet der Tandem-Antrieb die Luxuslimousine in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, schafft die standesgemäßen 250 Sachen und braucht im Mittel bestenfalls nur 6,2 Liter.
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    Auch in der fünften Auflage mag der Lexus zumindest in Europa ein Außenseiter bleiben. Aber mehr denn je beweist er dabei Charakter und eine eigene Note. Wer sich für den Sonderling im Smoking entscheidet, bekommt deshalb keine Kopie von S-Klasse und Co., sondern ein Original.

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