Benzinpreis: So setzt er sich zusammen

Benzinpreis: So setzt er sich zusammen

Wem kommen die Einnahmen aus dem Kraftstoff zugute und wie sind die verschiedenen Anteile an einem Liter Benzin verteilt? Klar ist: Der Sprit selbst kostet mit am wenigsten.

Tanksäule

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Der Preis für einen Liter Benzin hat verschiedene Bestandteile.

Der Spritpreis an der Tankstelle setzt sich aus mehreren Posten zusammen, wobei Steuern den größten Anteil ausmachen. Je Liter Benzin werden festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel 47,04 Cent.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Sprit?

Außerdem schlägt die Mehrwertsteuer mit 19 Prozent zu Buche. Dazu kommen neben dem Produkteinstandspreis sogenannte Deckungskosten - diese Summe deckt die Kosten der Konzerne und ihren Gewinn ab. Im Juli 2017 mussten Autofahrer übrigens für einen Liter Super laut Mineralölwirtschaftsverband im Schnitt 133,02 Cent pro Liter zahlen. Ein Liter Diesel kostete im Schnitt 110,80 Cent.

Warum ist Diesel billiger als Benzin?

Der Preisvorteil für Diesel kommt durch unterschiedliche Mineralölsteuersätze zustande. Bis Mitte der 1980er Jahre wurden Benzin und Diesel noch nahezu gleich besteuert. Danach stieg die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute: Nutzfahrzeuge und der gewerbliche Lkw-Verkehr sollten aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden. Diesel-Pkw spielten damals noch keine große Rolle.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 22. August 2017 09:25 Uhr