Dooring-Unfälle verhindern

Dooring-Unfälle verhindern

Der Autofahrer reißt die Tür auf, der Radfahrer kann nicht mehr ausweichen und prallt dagegen. Solch ein Unfall lässt sich mit diesen Tipps vermeiden.

Die Strecke genau im Blick

© dpa

Plötzlich geöffnete Türen sind für Fahrradfahrer gefährliche Hindernisse. Der Holländische Griff und Warnsysteme können Unfälle verhindern.

Um die Kollisionsgefahr mit von hinten nahenden Radlern zu minimieren, sollten Autofahrer vor dem Aussteigen nicht nur in den Rückspiegel schauen und die Tür sehr langsam öffnen. Was Autofahrer noch tun können, verrät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Fahrertür mit rechter Hand öffnen

Es gelte auch, den Blick über die linke Schulter nicht zu vergessen. Ein Tipp dabei: Die Fahrertür stets mit der rechten Hand aufmachen. Denn so drehe sich der Oberkörper, was die Blickrichtung fast automatisch seitlich nach hinten führe, so der GDV. Die Maßnahme wird auch "Holländischer Griff" genannt.

Hersteller bauen Warnsysteme ein

Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, haben zwei Hersteller die ersten Warnsysteme in Modelle verbaut. Mit Hilfe von akustischen, optischen oder haptischen Signalen machen diese auf nahende Verkehrsteilnehmer aufmerksam. Laut einer ADAC-Untersuchung funktionieren sie zuverlässig - aber nur, wenn nicht zu eng dahinter ein anderer Wagen parkt.

Mindestens einen Meter Abstand halten

Auc Fahrradfahrer können etwas tun. Sie sollten mindestens einen Meter Abstand zu parkenden Autos einhalten und auf Indizien fürs Aussteigen achten, etwa wenn das der Beifahrer bereits macht.

Schwere Verletzungen bei vielen Dooring-Unfällen

Kollidieren Radler mit einer sich plötzlich öffnenden Autotür, ende das bei rund jedem fünften solcher Unfälle mit schweren Verletzungen beim Radler, so der GDV mit Verweis auf eine Studie der Unfallforscher der Versicherer.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. September 2019 15:52 Uhr