Wohnwagen und Wohnmobil: Sicher bei Gewitter?

Wohnwagen und Wohnmobil: Sicher bei Gewitter?

Im Auto ist man bei Gewitter vor Blitzeinschlag geschützt, in Wohnwagen oder Wohnmobilen nicht immer. Das liegt vor allem am Material.

Blitzeinschlag Wohnwagen

© dpa

Wohnmobile, die hauptsächlich aus Kunststoff bestehen, bieten bei Blitzeinschlag keinen Schutz.

Autofahrer sind bei Gewittern auch dann geschützt, wenn ein Blitz direkt ins Auto einschlägt. Das Fahrzeug wirkt wie ein Faradayscher Käfig und die Entladung, die bis zu einigen hundert Millionen Volt erreichen kann, fließt über die Gitterstruktur des Blechgehäuses in den Boden. Doch wie sieht es mit Wohnwagen und Wohnmobilen aus? Der ADAC klärt auf.

Wohnmobile aus Kunststoff bieten keinen Schutz vor Blitzen

Vorsicht ist allerdings bei Wohnwagen und Wohnmobilen geboten, die aus reinem Kunststoff bestehen, wie etwa Wohnmobile in GFK-Bauweise. Sie bieten keinen Schutz bei Blitzeinschlag. Eine Aluminium-Außenhaut oder eine Kunststoff-Beplankung auf einem Metall-Gerippe wirken bei Wohnmobilen jedoch ebenfalls wie ein "Faradayscher Käfig".

Wohnwagen oder Wohnmobil bei Gewitter sichern

Bahnt sich ein Gewitter an, sollten Camper offene Fenster, Türen und Klappdächer schließen und die Bettnische meiden. Geschirr spülen oder duschen ist tabu. Das 230-V-Kabel, außen am Wagen angebracht, sollte wegen der Überspannungsgefahr abgezogen werden. Camper sollten zudem keine metallischen Teile der Einrichtung anfassen und mit dem Kopf nicht in den Bereich des Dachs kommen.

Fahrerkabine im Wohnmobil bei Gewitter sicherster Ort

Einen sicheren Aufenthaltsort bietet in jedem Fall die Fahrerkabine. Trotz der Sicherheit sollten Autofahrer bei einem Gewitter keinen erhöhten Parkplatz aufsuchen, die Fenster sowie das Schiebedach schließen und alle Antennen (soweit möglich) einziehen. Im Innenraum sollten Metallteile, die mit der Karosserie in Verbindung stehen, nicht berührt werden.

Quelle: ADAC/berlin.de

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. Juli 2015 11:33 Uhr

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