Autotacho: Wie genau muss er sein?

Autotacho: Wie genau muss er sein?

Der Tacho ist meist nicht sehr zuverlässig. Die Anzeige darf tatsächlich abweichen - allerdings nicht zu viel und nur in eine Richtung.

Tacho im Blick behalten

© dpa

Wie schnell ein Auto fährt, verrät die Anzeige des Tachometers im Armaturenbrett. Laut Paragraf 57 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) darf der Tacho eine höhere Geschwindigkeit anzeigen, als der Wagen tatsächlich fährt, erklärt der Tüv Nord - aber niemals eine niedrigere.

Wie viel darf der Tacho zu viel anzeigen?

Laut EU-Richtlinie 75/443/EWG darf der Geschwindigkeitsmesser bei Fahrzeugen, die vor 1991 zugelassen wurden, bis zu sieben Prozent vom realen Wert abweichen. Bei Fahrzeugen, die nach 1991 zugelassen wurden, dürfen die Tachonadel oder das Digitaldisplay sogar bis zu zehn Prozent mehr anzeigen - plus einem Zuschlag von vier Kilometern pro Stunde. Bei einem realen Tempo von 100 km/h erlaubt der Gesetzgeber also eine Tachoanzeige von maximal 114 km/h.

Wie hoch ist die Abweichung beim GPS?

Die Hersteller schöpfen diese Toleranz in der Regel zwar nicht aus, aber etwas mehr zeigt der Tacho dennoch meist an, sagt die Prüforganisation. Wer ein Navigationsgerät hat, kann diesen Unterschied leicht feststellen. Denn mit der Satellitennavigation GPS betrage die Abweichung im Display nur einen Kilometer pro Stunde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. September 2017 11:38 Uhr