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Historisches Berlin der 20er Jahre

Historisches Berlin der 20er Jahre
© Verlag Pharus-Plan
Unübersehbar waren auch in dem historischen Berlin der zwanziger Jahre die Spuren, die der erste Weltkrieg hier hinterlassen hatte. Die Weimarer Republik hatte das Kaiserreich abgelöst und in Berlin traf der verschwenderische Lebensstil der Reichen dem Elend der Armen auf den Straßen stärker gegenüber, als dies in anderen deutschen Städten der Fall war. Vor allem die Berliner Kunstszene blühte nun im Berlin der Zwanziger auf, denn die etablierten Expressionisten und Secessionisten arbeiteten weiter. Gleichzeitig kehrte man den verstaubten wilhelminischen Traditionen den Rücken.

Heute die alten Kunststätten besuchen

Ob Kurt Tucholsky, Alfred Döblin oder Käte Kollwitz, alle waren im alten Berlin der zwanziger Jahre vertreten und aktiv. Die Literaten und Künstler trafen sich vor allem im "Romantischen Café" in Berlin-Charlottenburg. Das Atelierhaus von Georg Kolbe dient heute noch als Museum. Alle diese Stätten können Kunstinteressierte auch heute noch besuchen, doch oft ist nicht bekannt, wo diese und viele weitere, nicht ganz so bekannte aber nicht minder interessante Orte des Berlin der zwanziger Jahre heute noch zu finden sind. Hierbei hilft die Internetseite von Sky gerne weiter, auf der alle interessanten Orte auf der Karte zu finden sind. Nicht nur alte Künstlersitze werden hier angezeigt, auch alle anderen heute noch vorhandenen und sehenswerten Stellen des alten Berlin.

Auch Architektur und Technik gehörten zum Aufschwung

In den Zwanziger Jahren wurde Berlin durch das Groß-Berlin-Gesetz zur drittgrößten Stadt nach New York und London. Unternehmen wie AEG, Siemens, Ullstein und Borsig verhalfen der Stadt zu einem wichtigen Industriestandort zu werden. Viele Menschen wurden von den Unternehmen angezogen die hier auf Arbeit und Lohn hofften. Meist lebten diese Menschen in düsteren Mietskasernen. Architekten wie Taut, Gropius oder Scharoun wollten dies ändern und schafften Siedlungen für die Arbeiter, in denen die Wohnungen ein eigenes Bad, helle Räume und eine grüne Umgebung besaßen. So wurde in dieser Zeit auch das Shell-Haus, ein bedeutendes Bürogebäude, das von Emil Fahrenkamp gestaltet wurde, errichtet. Dieser Aufschwung zog natürlich auch das Nachtleben nach sich, das vor allem am Kurfürstendamm ausgelebt wurde. Hier wurden Revuen im Nelson-Theater, die Komödie am Ku-Damm oder das Marmorhaus, ein Lichtspielhaus, aufgesucht. Bekannte Namen wie Max Reinhardt oder Josephine Baker zogen die Menschen nicht nur aus Berlin an, am Nachtleben in der pulsierenden Großstadt teilzunehmen.

Sport gewann an großer Bedeutung im Berlin der Zwanziger

Nicht nur Kunst, Technik und Architektur, auch der Sport gewann immer mehr Bedeutung im Berlin der zwanziger Jahre mit Beginn der Weimarer Republik. So wurde in dieser Zeit das Sechstagerennen in Berlin sogar zweimal im Jahr ausgetragen und Fußball wurde nun zum Massensport. So stand auch der Hertha BSC in dieser Zeit mehrmals im Finale der Deutschen Meisterschaft und wurde zweimal sogar Sieger und erlebte somit die "goldenen Jahre". Auch heute können viele dieser Stätten, in denen die sportlichen Höchstleistungen gefeiert wurden noch besucht werden. Und auch der Tanz wurde revolutioniert, denn hochgeschlossen wollte nun keine Frau mehr gehen, die Kleider wurden kürzer und der Charlston schwappte aus Amerika auch in das Berlin der zwanziger Jahre. Wer das heute nochmal erleben möchte, hat hierzu die Möglichkeit auf extra hierfür angebotenen Tanzverstanstaltungen.
Aktualisierung: 6. November 2017

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