Verkehr  
 

Fahrrad-Parken

TEMPOrär – Temporäres Modellprojekt klimaneutraler Mobilität in der Schönhauser Allee


Parklet in der Schönhauser Allee; Foto: SenUVK
Foto: SenUVK

Logos Nationalen Klimaschutzinitiative NKI des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit BMU

Das Modellprojekt "TEMPOrär"

Im Zuge der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat sich die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in dem bundesweiten Wettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" beworben und darüber im Jahr 2017 das Modellprojekt "TEMPOrär – Temporäres Modellprojekt klimaneutraler Mobilität in der Schönhauser Allee" (Förderkennzeichen 03KBR0023) initiiert.
 
Im Modellversuch werden Maßnahmen zur allgemeinen Verbesserung des Radverkehrs getestet, die bundesweit zur Nachahmung anregen sollen. Gleichzeitig soll das Projekt dazu beitragen, Treibhausgasemissionen einzusparen, den Radverkehrsanteil am Modal Split zu erhöhen und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Die Maßnahmen werden zu 70 % aus Bundesmitteln finanziert. Die Planungen erfolgen im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Baulastträger ist der Bezirk Pankow. Bis Ende 2019 wird das Projekt voraussichtlich umgesetzt sein.

Parklet in der Schönhauser Allee; Foto: SenUVK
Foto: SenUVK

Neue Fahrradabstellanlagen rund um den S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee

Die Situation für den Radverkehr zeigt sich im Bereich zwischen Wichert- und Kopenhagener- / Stargarder Straße als unübersichtlich, unkomfortabel und daher als unattraktiv. Durch die gemeinsam genutzte Fläche für den Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehr sowie unzureichende Radabstellanlagen ergeben sich hier große Nutzungskonflikte. Diese Konflikte häufen sich insbesondere um den S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee, vor dem Einkaufszentrum Schönhauser Allee Arcaden sowie im Einmündungsbereich der Dänenstraße. Mit dem Projekt "TEMPOrär" werden in diesem Bereich bedarfsgerechte Angebote des Fahrradparkens geschaffen, die sowohl den Kunden des lokalen Einzelhandels, als auch Berufspendlern am Verkehrsknotenpunkt Schönhauser Allee zugutekommen. Hierfür ist die Neuordnung und Erhöhung der Anzahl von nutzbaren und die Verbesserung des Zugangs zu (bestehenden) Fahrradabstellanlagen geplant. In einem ersten Schritt wurden bereits sogenannte Parklets mit Radabstellanlagen ausgestattet.

 

Bewertung der Fahrradabstellsituation

Für eine Evaluierung der Radabstellanlagen hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz das Verkehrsplanungsbüro LK Argus beauftragt. Im Frühjahr 2019 wird LK Argus die Situation des Radverkehrs vor Ort analysieren und dabei den Fokus auf das Nutzerverhalten der Radfahrenden, die Auslastung von Fahrradabstellanlagen sowie die Zugangsmöglichkeiten zu bestehenden Fahrradabstellanlagen legen. Auf Grundlage der Analyse wird der Bezirk Pankow gemeinsam mit der Senatsverwaltung voraussichtlich im Sommer 2019 neue Fahrradabstellanlagen planen und aufstellen. Im Spätsommer 2019 erfolgt durch LK Argus eine Evaluierung der umgesetzten Maßnahmen.