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Radrouten – Spandau-Route RR3

Etappe Mitte




1. Schloßplatz und Museumsinsel

Auf der Schlossinsel befand sich das Berliner Stadtschloss (1a), zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch Andreas Schlüter zum bedeutendsten Barockschloss Norddeutschlands ausgebaut, 1950 durch den Palast der Republik ersetzt. An dem städtebaulich exponierten Ort soll das Humboldt-Forum – eine Replik des ehemaligen Stadtschlosses – entstehen. Gegenüber ragt die imposante Kuppel des Berliner Doms (1b), erbaut 1894–1905 von Julius Raschdorff , über den Lustgarten (1c). Schloss und Dom ergänzte Karl Friedrich Schinkel 1822–30 durch das Alte Museum, Bestandteil der Museumsinsel (1d).
 

2. Lindenforum

Um den heutigen Bebelplatz planten Friedrich II. und sein Hofarchitekt Knobelsdorff ein repräsentatives städtebauliches Ensemble, das Forum Fridericianum. Verwirklicht wurden von Knobelsdorff bzw. Boumann d.Ä. in den Jahren 1741–73 das Opernhaus, heute Deutsche Staatsoper (2a), das Palais Prinz Heinrich, seit 1810 Humboldt-Universität (2b) sowie die St. Hedwigs-Kathedrale (2c). Die barocke Alte Bibliothek (2d) wurde 1775–81 nach Plänen von Unger und Boumann d.J. errichtet. Im Zentrum der Anlage, auf dem Mittelstreifen der Straße Unter den Linden, thront der Alte Fritz hoch zu Ross.
 

3. Bühnen um die Friedrichstraße

Gegenüber dem Bahnhof Friedrichstraße residiert der Admiralspalast (3a). Nördlich der Spree ist das Tanzensemble des Friedrichstadtpalastes (3b) allabendlich zu bewundern. Klassisches und modernes Theater bieten das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm (3c), Wirkungsstätte von Bertolt Brecht und Helene Weigel. Das Deutsche Theater (3d), legendäre Spielstätte Max Reinhardts, befindet sich in der Schumannstraße, die Komische Oper (3e) südlich der Straße Unter den Linden.
 

4. Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt ist der schönste Platz und Höhepunkt des historischen Städtebaus in Berlin. Flankiert von den Zwillingsbauten Französischer Dom und Deutscher Dom befindet sich in der Platzmitte das von Karl Friedrich Schinkel 1818–21 entworfene Schauspielhaus, heute als Konzerthaus genutzt.
 

5. Pariser Platz

Der einstige kurfürstlich-königliche Prachtboulevard Unter den Linden endet in Berlins guter Stube, dem Pariser Platz mit dem symbolträchtigen Brandenburger Tor (5a), erbaut 1788–91 von Carl Gotthard Langhans. Um den Stadtplatz haben sich Botschaften angesiedelt. Von den steinernen Fassaden des Pariser Platzes hebt sich das gläserne Gebäude der von Günther Behnisch entworfenen neuen Akademie der Künste (5b) ab. Auch das im historisierenden Stil wiedererstandene Hotel Adlon (5c), eines der berühmtesten Grand Hotels Berlins, befindet sich am Pariser Platz. Nicht zum unmittelbaren Platzbereich gehört das von Peter Eisenman 2005 entworfene Mahnmal für die ermordeten Juden Europas (5d).


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