Verkehr  
 

Radrouten – Reinickendorf-Route RR5

Etappe von Wittenau nach Frohnau




19. Alt-Wittenau

Noch heute ist der von historischen Gebäuden umgebene Dorfanger des märkischen Dalldorf im Stadtgrundriss ablesbar. 1890 erhielt der Ort eine Irrenanstalt und damit verbunden einen negativen Ruf. 1905 wurde es nach seinem damaligen Ortsvorsteher in Wittenau umbenannt. Südlich des alten Dorfkerns befindet sich heute das Rathaus von Reinickendorf.
 

20. Märkisches Viertel (MV)

Das nach der gleichnamigen Landschaft benannte Märkische Viertel ist neben dem Gropiusviertel im Süden Berlins die größte Trabantenstadt des ehemaligen West-Berlins. Wie diese befindet sich die Großsiedlung für 35.000 Bewohnerinnen und Bewohner am Stadtrand der ehemaligen Halbstadt und lag unmittelbar an der Berliner Mauer. Signifikant ist der harte Kontrast zwischen Hochhäusern und angrenzender Feldflur.
 

21. Lübars und das Tegeler Fließ

In unmittelbarer Nähe des Märkischen Viertels befindet sich das Tegeler Fließ, eines der schönsten Fließtäler Berlins. Umgeben von Wiesen und Feldern liegt hier das typische märkische Angerdorf Lübars (erstmals erwähnt 1247). Es ist das einzige vollständig erhaltene Dorf im Berliner Stadtgebiet und wird heute noch landwirtschaftlich, vor allen Dingen für die Pferdehaltung genutzt.
 

22. Alt-Hermsdorf

Auch Alt-Hermsdorf liegt im Tegeler Fließtal. Im 13. Jahrhundert gegründet, blieb es lange Zeit ein Bauerndorf. Ehemalige Tongruben zeugen von seiner Vergangenheit als Standort der Zement- und Tonindustrie. Ein Kleinod ist das Heimatmuseum mit seiner Freilichtausstellung. Auf dem dreieckigen Dorfanger befindet sich die Dorfkirche von 1830, umgeben von eingeschossigen ehemaligen Bauernhäusern.
 

23. Frohnau

Der am nordwestlichsten Rand Berlins gelegene Ortsteil wurde 1908–10 von einer Terrain-Gesellschaft rechts und links der Nordbahn angelegt. Die nach englischem Vorbild vom Landschaftsarchitekten Ludwig Lesser konzipierte Gartenstadt gruppiert sich um den Jugendstilbahnhof und Casinoturm. Sehenswert u.a. ist auch die Johanneskirche, die an eine mittelalterliche Wehrkirche erinnert, gebaut 1934–36 nach Plänen der Brüder Walter und Johannes Krüger.


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