Umwelt  

 

Strahlenmessstelle Berlin

Überwachung von Umweltmedien


1986 wurde das Integrierte Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Umweltradioaktivität (IMIS) errichtet. Die bis dato bestehenden Messsysteme und Messprogramme der Bundesbehörden wurden zum IMIS zusammengefasst. Das Überwachungsnetz besteht aus

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Kontrolle der Radioaktivität in der Luft. Es wird davon ausgegangen, dass eine Einwirkung von außen in der Luft zuerst festgestellt werden kann.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt für den Ernstfall, der Kontamination der Umwelt mit radioaktiven Stoffen, Messstrategien im Notfall . Diese dienen dazu Auskunft darüber zu geben, wie sich z.B. ein Ernte- oder Verzehrsverbot auswirken würde.

Im IMIS haben die Bundesländer die Aufgabe, die Radioaktivität in Proben von Lebensmitteln, Trinkwasser, Futterpflanzen und anderem zu bestimmen. Die Ergebnisse werden ins System eingestellt und vom Bundesamt für Strahlenschutz mit den Berechnungen der Entscheidungshilfemodelle verglichen. Die gesammelten und geprüften Daten des IMIS gehen in die Berichte der Leitstellen und die Jahresberichte des Bundes zur Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung ein.

Im Normalbetrieb werden so neben der Unterstützung der Entscheidungshilfemodelle Daten zur Qualitätssicherung gewonnen und es wird gleichzeitig der Zustand der Umwelt dokumentiert. Der Intensivbetrieb, der im Ereignisfall ausgerufen würde, musste bisher, außer für Übungszwecke, noch nie angeordnet werden.

Ausführlichere Informationen zum Integrierten Mess- und Informationssystems können Sie dem nachstehenden PDF-Dokument entnehmen:


Radioaktivität in der Nahrungskette




Es gibt viele Pfade, auf denen die Radioaktivität aus der Umwelt zum Menschen gelangt. Eine Möglichkeit ist nebenstehend abgebildet.

Radioaktive Substanzen aus der Luft können sich auf dem Erdboden ablagern und von Nutz- oder Futterpflanzen aufgenommen werden (terrestrische Nahrungskette). Ebenso können radioaktive Substanzen im Wasser von Lebewesen (z.B. Fischen) aufgenommen werden (aquatische Nahrungskette).

Sind diese Pflanzen und Tiere für den Verzehr bestimmt, kann es dazu kommen, dass die radioaktiven Stoffe auch in die Nahrung gelangen.

Für die Überwachung innerhalb Berlins ist die Strahlenmessstelle Berlin in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zuständig.