Coronavirus
Im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Berliner Senats zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus wurde am 08.06.2020 der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wieder in Richtung Regelbetrieb aufgenommen.


    Natur + Grün  

 

Straßen- und Parkbäume: Steglitz-Zehlendorf

Die Friedens-Eiche in Zehlendorf


Habitus der Friedenseiche
 
An der heute viel befahrenen Straßenkreuzung Clayallee/ Ecke Berliner Straße befand sich einst der Dorfkern von Zehlendorf mit seinen typischen Elementen wie Schulhaus oder Kirche mit angrenzendem Friedhof. Die Kirche wurde 1768 erbaut. Direkt auf dem Platz vor dem Schulhaus und der Kirche wurde 1871 eine Stiel-Eiche (Quercus robur) gepflanzt. Die "Friedens-Eiche" von Zehlendorf soll an den Friedensschluss nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870 bis 1871 erinnern. Heute hat die Eiche einen Stammumfang von rund 4 m und überzeugt durch ihre Schönheit. Der Standort hat ihr die Möglichkeit gegeben, sich frei zu entfalten und eine herrliche Krone auszubilden.

Der Friedhof neben der Kirche ist umgeben von einer alten Friedhofsmauer. Geht man an dieser Mauer entlang, wird man schnell eine Rarität entdecken. Drei verschrobene alte "Herren mit Krückstock" und Efeubewuchs warten auf ein wenig Bewunderung. Die gut 200 Jahre alten Weißen Maulbeerbäume (Morus alba) waren einst Teil der legendären Seidenproduktion in Preußen und haben heute Stammumfänge von jeweils 3,50 bis 4 m. Die Seidenraupenzucht in Zehlendorf wurde 1793 vom damaligen Dorflehrer Ernst Ferdinand Schäde begründet. Seit 1940 sind die Maulbeerbäume bereits Naturdenkmale.


Literatur:
Vieth, Harald Bemerkenswerte Bäume in Berlin und Potsdam

Friedens-Eiche im Winter

Maulbeerbaum auf dem Friedhof

Weitere Informationen: