Coronavirus

    Natur + Grün  

 

Straßen- und Parkbäume: Mitte

Der Urwelt-Mammutbaum im Englischen Garten


Nadeln des Urweltmammutbaumes
 
Der Englische Garten in Mitte wurde 1951 auf Initiative von General Bourne, dem damaligen Kommandanten der britischen Besatzungstruppen, angelegt. Ein ganz besonderer Baum, der sich hier findet, ist der Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides), auch Chinesisches Rotholz genannt. Die Baumart wurde erst 1942 in der chinesischen Provinz Szechuan entdeckt und gilt als ein lebendes Fossil. Interessant ist hierbei, dass der Baum zunächst als versteinertes Fossil bekannt war und dann als lebende Pflanze entdeckt wurde. Der Urwelt-Mammutbaum im Englischen Garten muss einer der ersten in Berlin gewesen sein, denn die mit den Mammutbäumen in Nordamerika verwandte Art gelangte erst ab 1950 nach Europa. Mit seinen knapp 60 Jahren weist dieser Baum einen beachtlichen Zuwachs innerhalb der letzten 50 Jahre auf. Sein Stammumfang beträgt 2,40 m, seine Höhe 23 m und der Kronendurchmesser liegt bei 10 m.

Eine besondere Hilfestellung benötigt die Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) im Englischen Garten. Diese Baumart ist an Flussufern und in Feuchtgebieten des Kaukasus bis nach Nord-Persien beheimatet und tendiert von Natur aus dazu, mehrstämmig zu wachsen sowie eine breit ausladende Krone zu bilden. Das Exemplar im Englischen Garten wurde 1952 gepflanzt und hat sich seitdem besonders mächtig entwickelt. Die drei Stämme weisen mit etwa 1,70 bis 2,45 m sehr beeindruckende Umfänge auf. Um ein Auseinanderbrechen von Krone und Stämmen dieses Baumes zu verhindern, wurde er mit Seilen gesichert. Die Blätter sehen aus wie die einer Esche und färben sich im Herbst intensiv gelb. Die Früchte hängen im Spätsommer wie auf Fäden aufgezogen von den Trieben herab und haben jeweils einen kleinen Flügel.


Literatur:
Vieth, Harald Bemerkenswerte Bäume in Berlin und Potsdam

Habitus des Urweltmammutbaumes

Kaukasische Flügelnuss mit Sicherungstechnik

Weitere Informationen: