Coronavirus
Im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Berliner Senats zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus wurde am 08.06.2020 der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wieder in Richtung Regelbetrieb aufgenommen.


    Natur + Grün  

 

Artenschutz - Bestimmungen zu Handel und Besitz besonders geschützter Arten

Meldepflicht (§ 7 Abs. 2 BArtSchV)


Graupapagei (Psittacus erithacus), Foto: Karl Bröseke
Graupapagei
Foto: Karl Bröseke
  Schildkröte, Foto: Ina Dorendorf
Schildkröte
Foto: Ina Dorendorf
  Smaragd-Waran (Varanus prasinus), Foto: Dr. Mark Auliya
Smaragd-Waran (Varanus prasinus)
Foto: Dr. Mark Auliya

Wer Wirbeltiere der besonders geschützten Arten hält, hat der nach Landesrecht zuständigen Behörde unverzüglich nach dem Beginn der Haltung den Bestand der Tiere schriftlich anzuzeigen. Gleiches gilt für den Abgang. Unverzüglich bedeutet, dass spätestens acht Tage nach dem Beginn der Haltung, der festgestellten Nachzucht, des eingetretenen Verlustes (Tod/entflogen) oder nach der Abgabe an Dritte, diese Meldung abgeschickt werden muss.

Im Land Berlin sind die Meldungen an die bezirklichen Umwelt- und Naturschutzbehörden zu richten.
Die Meldung ist über diese Online-Formulare möglich.

Die Meldung muss Angaben enthalten zu Art, Anzahl, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Verbleib, Standort, Verwendungszweck und Kennzeichen der Tiere. Der Meldung sind die Dokumente (z.B. EG-Bescheinigungen) oder sonstige Nachweise (Nachzuchtbescheinigung, Kaufbeleg) zum Nachweis des legalen Besitzes im Original beizulegen.

Die Meldepflicht gilt sowohl für den Abgebenden als auch für den Übernehmenden, d.h. der Abgebende meldet den Abgang aus seinem Bestand und der Übernehmende meldet den Zugang bei der jeweils für seinen Wohnsitz zuständigen Behörde.

Nichtmeldung, nicht rechtzeitige oder unvollständige Meldungen können als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden.

Tiere, die in Anlage 5 BArtSchV aufgeführt sind (z.B. einige Sittiche, Fasane, Schlangen u.a.), müssen nicht gemeldet werden. Sie sind aber besonders geschützt und unterliegen der Nachweis- und der Buchführungspflicht.

Für den gewerblichen Handel (z.B. Zoohandlungen) besteht anstelle der Meldepflicht die Buchführungspflicht.