EU/Internationales  

 

Metropolis

Aktuelles 2019


Debatte über Bürgerschaftliches Engagement im Netzwerk Metropolis


Zentrale Berliner Themen werden eng mit der Arbeit im Metropolis-Netzwerk verknüpft. Im Rahmen seiner Präsidentschaft im internationalen Städtenetzwerk reiste Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, nach Montevideo und leitete am 06. April 2019 die Vorstandssitzung des Netzwerks.

Verbunden damit wird seit letztem Jahr eine politische Debatte der Vorstandsmitglieder. Diese ermöglicht einen Austausch über zentrale Herausforderungen und Lösungen in Zusammenhang mit dem Wandel der Städte weltweit und insbesondere dem Wachstum der großen Metropolen.

Das Thema der diesjährigen Debatte war bürgerschaftliches Engagement. Es wurde diskutiert, wie ein wertschätzender Umgang mit bürgerschaftlichem Engagement das Vertrauen zwischen Stadtbewohnern und Politik stärken kann. Bürgerschaftliches Engagement wird als eine wesentliche Säule der Demokratie verstanden.

Die politische Debatte ist verbunden mit dem durch Berlin initiierten und geleiteten Metropolis-Projekt "Sustainable Cities Collaboratory", das Verwaltungsangestellte und Wissenschaftler aus zehn Städten weltweit zu nachhaltiger Metropolenentwicklung in den Dialog bringt. Die Ergebnisse der politischen Debatte flossen anschließend in ein Seminar des "Sustainable Cities Collaboratory" ein, im Rahmen dessen Vertreter aus allen fünf Kontinenten anwesend waren. Derzeit wird an einem Working Paper zur Veröffentlichung der Ergebnisse gearbeitet.
Politische Debatte im Rahmen der Vorstandssitzungen von Metropolis im April 2019 in Montevideo; Foto: SenUVK
Politische Debatte im Rahmen der Vorstandssitzungen von Metropolis im April 2019 in Montevideo; Foto: SenUVK

Seminar des SCC im Anschluss an die politische Debatte im April 2019 in Cordoba, Argentinien; Foto: SenUVK
Seminar des SCC im Anschluss an die politische Debatte im April 2019 in Cordoba, Argentinien; Foto: SenUVK

use. learn. share.


Internationaler Wissens- und Know-How-Transfer für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Am Mittwoch, den 06.03.2019, kamen rund 250 Akteure aus Bereichen wie Wissenschaft, Forschung, Verwaltung und Wirtschaft zur internationalen Netzwerkveranstaltung use. learn. share. im Roten Rathaus in Berlin zusammen. Sie verband das Interesse an Stadtgestaltung und am internationalen Austausch zu diesem Thema. Im Rahmen der Veranstaltung stellten Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Australien, Brasilien und Spanien inspirierende und praktische Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung vor.

Hauptanlass war der Relaunch der Online-Plattform "use – Urban Sustainability Exchange", die anhand von Fallstudien einen internationalen Austausch zu nachhaltiger Stadtentwicklung ermöglicht.

In seiner Eröffnungsrede betonte der Regierende Bürgermeister von Berlin und Präsident des internationalen Städtenetzwerks Metropolis, Michael Müller, die Notwendigkeit im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung international voneinander zu lernen. Er wies darauf hin, dass solche Lernprozesse kontinuierlich stattfinden müssten und die use-Plattform einem genau dies ermögliche. Sie ermöglicht Menschen weltweit einen Austausch, auch jenseits von Konferenzen und Veranstaltungen.

An die Rede des Präsidenten knüpfte Prof. Paul James, wissenschaftlicher Berater der Berliner Metropolis-Initiative und Direktor des Institute for Culture and Society der Western Sydney University, an. Er lobte, dass die use-Plattform die teils abstrakten Ziele nachhaltiger Entwicklung auf eine verständliche, praktische Ebene übersetze. Außerdem stellte er dar, wie das Städtewachstum die Welt und den Alltag jedes Menschen verändert.

Die nachfolgenden Referentinnen und Referenten repräsentierten unterschiedliche Perspektiven auf nachhaltige Stadtentwicklung. Hans-Jürgen Commerell vom Aedes Network Campus Berlin betonte den Wissensaustausch durch bereichsübergreifende Diskussionen als einen Schlüssel zum Erfolg. Prof. Vanessa Miriam Carlow vom Institut für nachhaltigen Städtebau der Technischen Universität Braunschweig präsentierte digitale Analyse- und Planungstools, die auf agentenbasierter Modellierung basieren. Dr. Julius Menge von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beschrieb, dass im internationalen Erfahrungsaustausch auch Scheitern und Rückschläge offen behandelt werden sollten. Prof. Eike Roswag-Klinge vom Natural Building Lab der Technischen Universität Berlin führte die Teilnehmer in selbstgesteuerte Lernprozesse und dialogisches Arbeiten im Bereich des Städtebaus ein. Schließlich gab Gabriel Bello Barros den Teilnehmern einen Überblick über die städtischen Herausforderungen in Brasilien. Er beschrieb, wie brasilianische Städte Innovationen im Bereich der Verkehrsplanung fördern und zivilgesellschaftliche Initiativen einbinden.

Der Generalsekretär von Metropolis, Octavi de la Varga, forderte die Teilnehmer auf, in Städte zu investieren und eine aktive Rolle bei ihrer Gestaltung zu spielen. Barbara Berninger, Leiterin des Präsidialbüros von Metropolis und Leiterin des Referats EU und Internationales der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, schloss die Veranstaltung ab und lud alle Teilnehmer zu den Netzwerk-Gesprächen im Anschluss ein.




use-Veranstaltung im Großen Saal im Roten Rathaus Berlin | Moderation Alexandra von Lingen; Foto: Andrés Pardo Gómez
use-Veranstaltung im Großen Saal im Roten Rathaus Berlin | Moderation Alexandra von Lingen; Foto: Andrés Pardo Gómez

Begrüßungsrede durch Herrn Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Präsident von Metropolis; Foto: Andrés Pardo Gómez
Begrüßungsrede durch Herrn Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Präsident von Metropolis; Foto: Andrés Pardo Gómez

use- und Veranstaltungsteam; Foto: Andrés Pardo Gómez
use- und Veranstaltungsteam; Foto: Andrés Pardo Gómez

Der Regierende Bürgermeister von Berlin trifft Herrn Barros aus Sao Paulo (Referent); Foto: Andrés Pardo Gómez
Der Regierende Bürgermeister von Berlin trifft Herrn Barros aus Sao Paulo (Referent); Foto: Andrés Pardo Gómez
 

use. learn. share.


Internationaler Wissens- und Know-How-Transfer für eine nachhaltige Stadtentwicklung


Mittwoch, 06. März 2019 im Roten Rathaus in Berlin.
Metropolen auf der ganzen Welt verfolgen das Ziel einer nachhaltigen und inklusiven Stadtentwicklung. Um dieses zu erreichen, werden der Wissensaustausch auf internationaler Ebene und die Vernetzung von Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Praktikern und Forschern immer wichtiger.

Am 6. März 2019 findet daher auf Einladung des Metropolis-Präsidenten, Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin die Netzwerkveranstaltung "use.learn.share." mit Stadtmachern unter anderem aus Berlin, Barcelona, Sydney und Saõ Paulo statt.

Zentral findet eine Vorstellung der Online-Plattform "use – Urban Sustainability Exchange" statt, die Stadtmacher aus der ganzen Welt verbindet. Im Rahmen der Veranstaltung erfahren die Teilnehmenden mehr über die Funktionen, die die use-Plattform bietet: praktische Erfahrungen aus internationalen Fallstudien und die Möglichkeit des Austauschs mit Stadtgestaltenden, die im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung tätig sind.

 

PTP wird zu use – die interaktive Wissens- und Lernplattform "use" ist online.


Das Jahr 2019 markiert einen Zeitpunkt des Aufbruchs für das internationale Städtenetzwerk Metropolis.

Ein wichtiger Schritt ist die Weiterentwicklung des von der Berliner Metropolis Initiative entwickelten internetbasierten Diskussions- und Austauschforums, Policy Transfer Platform (PTP). Beginnend im Februar 2019 arbeitet die Plattform mit deutlich erweiterten Funktionen unter dem neuen Namen urban sustainability exchange (use).

Bei "use" handelt sich um eine internationale Wissens- und Austauschplattform zu innovativer und erfolgreicher Praxis nachhaltiger Stadtentwicklung. Sie bietet eine Online-Sammlung von fachlich geprüften und anwendungsorientierten Fallstudien sowie direkten Kontakt zu einer aktiven und stetig wachsenden Community von Stadtmachern – Experten aus Planungsbüros, Verwaltungen, Forschungsinstitutionen und Initiativen. Beispiele für eingestellte Fallstudien sind u.a. die übergreifende Resilienzstrategie von Mexiko City, Mexiko (City of Mexico Resilience Strategy), die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Tallinn, Estland (Free Public Transport in Tallinn) und die Revitalisierung von Brachfläche für Kultur- und Bildungsaktivitäten in São Paulo, Brasilien (The revitalisation of Sumidouro - Victor Civita Square). Aus Berlin werden derzeit 18 Projekte präsentiert. Im Zentrum steht der Austausch von Wissen und Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten für lebenswerte und nachhaltige Städte.

Die Plattform ist für jeden mit Interesse an nachhaltiger Stadtentwicklung nutzbar. Sie dient somit als Instrument zur Implementierung der Neuen Urbanen Agenda sowie der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (SDGs) im Rahmen der Agenda 2030.