EU/Internationales  

 

EU und Internationales

Metropolis





Bereits heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Dieser Urbanisierungstrend wird sich in Zukunft verstärken, sodass im Jahr 2050 schon mehr als zwei Drittel der Menschen in urbanen Räumen leben werden. In Deutschland sind es bereits heute mehr als 75 %.

Die Rolle der Städte gewinnt somit im globalen Gefüge immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung birgt eine Vielzahl von Chancen, aber auch Herausforderungen, welche kaum eine Stadt alleine bewältigen kann.

Das 1985 gegründete internationale Netzwerk der Großstädte und Metropolregionen Metropolis bildet mit seinen 139 Mitgliedern das größte Städtenetzwerk weltweit.

Zu einer zentralen Aufgabe des Netzwerks, dem Berlin seit 1991 angehört, zählt der Transfer von Wissen und Erfahrungen im Bereich der Metropolenentwicklung.

Von besonderer Bedeutung sind dabei folgende Aspekte:
  • Integration verschiedener Politikfelder (so darf z.B. der Ausbau wirtschaftsnaher Infrastrukturen nicht zu Lasten der städtischen Umwelt gehen)
  • Governance: BürgerInnen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Gruppen sollen von Anfang an aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um so gemeinsam auf das Ziel einer moderneren und lebenswerteren Stadt hinzuarbeiten.
Das Netzwerk stellt eine Plattform dar, auf der sowohl lokale politische Entscheidungsträger als auch Verwaltungen, Wissenschaftlicher und Praktiker weltweit Erfahrungen und Wissen über relevante urbane Themen austauschen können. Durch den intensiven Kontakt zu Anderen erhalten sie alternative Sicht- und Herangehensweisen für lokale Probleme, um die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern. Von besonderer Bedeutung sind auch neue dezentrale Formate des Austauschs wie die Online-Plattform zu nachhaltiger Metropolenentwicklung „urban sustainability exchange“ (use), die kostenlos nicht nur für Netzwerkmitglieder nutzbar ist.

Das Netzwerk unterstützt seine Mitglieder außerdem bei der Umsetzung politischer Zielsetzungen und assistiert bei technischen und finanziellen Fragen. Es pflegt Partnerschaften mit anderen global agierenden Institutionen und NGOs (z.B. UN-HABITAT, Weltbank, EUROCITIES, GIZ). Metropolis hat sich auf diese Weise zur Stimme der Großstädte und Metropolregionen entwickelt.

Metropolis ermöglicht auch der Stadt Berlin, ihre Interessen gegenüber internationalen Organisationen zu vertreten, zu welchen ihr der Zugang ansonsten verwehrt bliebe. Zusätzlich können durch die Kooperation mit anderen Metropolen Anregungen für die Stadtentwicklung Berlins gesammelt und innovative Ansätze sowie Lösungskompetenzen Berlins sichtbar gemacht werden. In Projekten werden gezielt aktuelle Berliner Themen – wie die Schaffung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur, sowie bezahlbaren Wohnraums – auf die internationale Ebene gehoben und Erfahrungen anderer Städte genutzt.

Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, der zuvor bereits als Co- sowie als nterimspräsident des Netzwerks tätig war, bekleidet seit August 2018 das Amt des Präsidenten von Metropolis. Barbara Berninger, Leiterin des Referats „EU und Internationales“, ist außerdem Regionalsekretärin für Europa in Metropolis.

Weitere Informationen:


Sustainable Cities Collaboratory (SCC):
www.citiescollaboratory.org/

urban sustainability exchange (use):
use.metropolis.org/

UN-Bericht zur fortschreitenden Urbanisierung:
www.un.org/development/desa/en/news/population/2018-revision-of-world-urbanization-prospects.html

Agenda 2030 (Ziele zur nachhaltigen Entwicklung – SGs):
www.un.org/sustainabledevelopment/development-agenda/