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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Perleberger Brücke

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Perleberger Brücke
 
Die Perleberger Brücke überquert im Zuge der Perleberger Straße die Gleisanlagen der DB AG und der S-Bahn.

Die alte Perleberger Brücke wurde 1937-1940 als dreifeldrige stählerne Straßenbrücke gebaut. Die Hauptträger und der größte Teil der Querträger wurden als Nietkonstruktion hergestellt. 1945-1947 fand eine Ausbesserung von Kriegsschäden statt. Im Jahr 1988 ergaben Nachrechnungen, dass das alte Bauwerk nicht mehr der geforderten Brückenklasse nach DIN 1072 entspricht. Die Tragfähigkeit wurde durch Hilfsstützen erhöht, was jedoch nur eine Übergangslösung darstellen konnte.

Der Baubeginn für die neue Perleberger Brücke war 1998. Dieser Zeitpunkt wurde in Abstimmung mit der DB AG für den Bau der "Eisenbahnbrücke Nordost" (Fly-Over) festgelegt.

Die bestehenden Widerlager wurden nur im oberen Bereich abgebrochen und dann neu aufgebaut. Es entstanden auch Inspektionsgänge für die Lager- und Übergangskonstruktionen. Die sichtbaren Flächen der Widerlagerwände, Flügel und anschließenden Spundwänden erhielten eine Verblendung mit Klinkern.

Nach dem ICE-Unglück von Eschede am 03.06.1998 wurden von der DB AG keine Pendelstützen, die näher als 6 m zur Gleisachse stehen, zugelassen. Die im Entwurf vorgesehenen Pendelstützen mussten durch anprallsichere Pfeilerscheiben ersetzt werden.

Der dreifeldrige Überbau ist ein Trägerrost mit orthotroper Platte. Er besteht aus insgesamt vier Hauptträgern und 31 Querträgern. Die Brückenbreite beträgt 12 m im Fahrbahnbereich und jeweils 4,20 m für Geh- und Radweg.
Die Leuchten, die in der Geländerflucht integriert sind, gehören zum Gestaltungskonzept des Architekten Axel Oestreich.
 

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