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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Modersohnbrücke

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Modersohnbrücke
 
Die Modersohnbrücke überquert die Anlagen der DB AG im Zuge der Modersohnstraße zwischen Revaler- und Rudolfstraße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Der Überbau der alten Brücke wurde 1999 wegen des schlechten Zustandes zurückgebaut. Damit war der Straßenverkehr gesperrt. Die Fußgänger nutzten eine Leitungsbehelfsbrücke auf der östlichen Seite unmittelbar neben dem alten Überbau.

Aufgrund von Randbedingungen, wie Stützenfreiheit und vergrößerte lichte Höhe sowie der fehlenden Möglichkeit, die Strassengradiente erheblich anzuheben, wurde die neue Brücke mit einem oben liegenden Tragwerk und einer geringen Konstruktionshöhe geplant und ausgeführt.

Der Neubau ist eine einfeldrige Stabbogenbrücke mit innen liegender Fahrbahn und außen liegenden Geh- und Radwegen. Sie hat eine Stützweite von 70,00 m. Die Widerlager sind aus Stahlbeton. Da die Leitungsbrücke erst nach Umverlegung der Leitungen in die neue Brücke abgebrochen werden konnte, waren mehrere Bau- bzw. Montageabschnitte erforderlich.

Im Südbereich unterhalb der Brücke verlaufen Fernbahngleise. Deshalb ist ein Berührungsschutz für die Oberleitungen erforderlich. Er wurde aus Stahlprofilen mit Zwischenfüllungen aus Polycarbonat gefertigt, damit passt er sich gestalterisch an das Stahlgeländer an. Dieses ist nach innen geneigt und verfügt als obere Begrenzung über einen Rundrohrhandlauf.
In den Queraussteifungen der beiden Bögen und an den Postamenten der Brücke befindet sich der Brückenname und das Baujahr.

Die Beleuchtung in den Bogenebenen besteht aus Pollerleuchten die zur Fahrbahn und zum Gehweg strahlen.
 

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