Hochschulentwicklung

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Bild: lassedesignen

Die Hochschulen in Berlin haben durch den Abschluss der Hochschulverträge Planungssicherheit über Jahre in Folge erhalten. Das ermöglichte ihnen eine Konzentration und zukunftsorientierte Planung auf gesellschaftliche Bedarfe hin, eine verantwortungsvolle Umsetzung der Bologna-Reform vor dem Hintergrund der Entwicklung von Studierendenzahlen, einen Ausbau der Forschungsinfrastrukturen als Beitrag zum Standort der Spitzenforschung und nicht zuletzt auf die steigende Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit angemessen zu reagieren. Eine abgestimmte Strukturplanung zwischen den Hochschulen im Land Berlin gewährleistet einen kontinuierlichen Prozess der Kooperation bei Erhalt des eigenen Profils jeder Einrichtung.

Wissenschaftsrat (WR)

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.

Träger des Wissenschaftsrates sind die Regierungen des Bundes und der 16 Länder. Das Gremium besteht aus zwei Kommissionen, der Wissenschaftlichen Kommission und der Verwaltungskommission, die in der Vollversammlung zusammentreten und dort gemeinsame Beschlüsse – insbesondere zur Verabschiedung von Empfehlungen und Stellungnahmen – fassen. Das Land Berlin ist in zahlreichen Arbeitsgruppen des Wissenschaftsrates zu nterschiedlichen wissenschaftspolitischen Fragestellungen mit seiner Expertise vertreten.

Die für Bildung, Jugend und Wissenschaft zuständige Senatorin ist entsandtes Mitglied der Landesregierung in den Wissenschaftsrat.

Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)

Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben auf der Grundlage von Artikel 91b Grundgesetz die Errichtung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 14. Juni 2007 beschlossen. Die GWK hat am 1. Januar 2008 ihre Arbeit aufgenommen. Mitglieder der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz sind die für Wissenschaft und Forschung sowie die für Finanzen zuständigen Ministerinnen und Minister und Senatorinnen und Senatoren des Bundes und der Länder.

Die GWK behandelt alle Bund und Länder gemeinsam berührenden Fragen der Forschungsförderung, der wissenschafts- und forschungspolitischen Strategien und des Wissenschaftssystems. Bund und Länder wirken in Fragen von überregionaler Bedeutung zusammen bei der Förderung von:

  • Einrichtungen und Vorhaben der wissenschaftlichen Forschung außerhalb der Hochschulen,
  • Vorhaben der Wissenschaft und Forschung an Hochschulen,
  • Forschungsbauten an Hochschulen einschließlich Großgeräte.

Kooperation mit der Wirtschaft

Die direkte Kooperation mit der Wirtschaft ist den Berliner Hochschulen neben der Forschung und Lehre besonders wichtig. Partnerschaften, die den Wissenstransfer gewährleisten und für die Umsetzung von Forschungsergebnissen sorgen, gibt es auf vielen Ebenen: Hochschulen betreiben Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Unternehmen, Firmen stiften eine Professur für ein neues Forschungsgebiet, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten gemeinsam mit regionalen Unternehmen in geförderten Projekten aller Art.

Besonders stark engagieren sich die Berliner Hochschulen für die Gründungsförderung. Die Freie Universität Berlin und die Charité sowie die Technische Universität Berlin wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als EXIST-Gründerhochschulen ausgezeichnet.

Gründungszentren der Universitäten

Studierende, Absolventinnen und Absolventen oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Lern- und Forschungsergebnisse selbst in Produkte und Dienstleistungen umsetzen wollen, finden maßgeschneiderte Unterstützung in den erfolgreichen hochschuleigenen Gründungszentren:

Ansprechpartner der Hochschulen für Unternehmen

Interessierte Unternehmen finden an den Berliner Hochschulen unter folgenden Adressen die richtigen Ansprechpartner für Kooperationen:

TSB Technologiestiftung Berlin

Die TSB Technologiestiftung Berlin dient der Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung in Bezug auf innovative natur- und ingenieurwissenschaftliche Technologien. Schwerpunkte der Arbeit sind Strategieentwicklung, Bildung und Wissenschaftskommunikation. Die für Wissenschaft zuständige Senatorin ist im Kuratorium der Stiftung vertreten.

WISTA-Management GmbH - Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof (WISTA)

Die WISTA-Management GmbH errichtet und betreibt modernste Technologiezentren am Standort Adlershof, dem wichtigsten Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort Berlin-Brandenburgs. Sie vermarktet Mietflächen und Grundstücke, unterstützt Gründer, berät bei der Projektentwicklung, fördert die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die nationale und internationale Kooperation. Der für Wissenschaft zuständige Staatssekretär ist Aufsichtsratsmitglied der WISTA-Management GmbH.

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH berät und betreut Unternehmen, die in Berlin ansässig sind oder sich ansiedeln wollen. Darüber hinaus fördert die Gesellschaft die Internationalisierung und den Export der Berliner Unternehmen sowie Maßnahmen des Wissens- und Technologietransfers durch Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Die für Wissenschaft zuständige Senatorin ist Mitglied im Aufsichtsrat.