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Zahl des Monats September: 34

29.09.2021 10:00

#BrainCityBerlin wächst - Bauvorhaben für Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften

34 große Bauvorhaben für die Berliner Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften

Überall in der Stadt wird für die Wissenschaft gebaut, Grundsteinlegungen, Richtfeste und Eröffnungen erfolgen seit 2017 fast im monatlichen Takt. Allein für den Bereich der Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften sind insgesamt 34 große Bauvorhaben in Berlin in Umsetzung oder bereits fertiggestellt – finanziert mit erheblichen Mitteln des Landes Berlin und nicht selten auch großen Investitionen des Bundes (Zur Übersichtskarte). Zuletzt konnten wieder die Richtkränze für zwei Forschungsgebäude gehoben werden: Das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) an der Technischen Universität Berlin sowie das Haus der Biodiversitätsforschung der Freien Universität Berlin und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB). Sie alle sind Teil des Investitionspakts Wissenschaftsbauten 2017-2036, der derzeit insgesamt 4,88 Milliarden Euro und gut 250 Bau- und Sanierungsvorhaben umfasst. Mit dieser milliardenschweren Innovationsoffensive für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen schafft Berlin kontinuierlich beste Rahmenbedingungen für Studium, Lehre und Forschung.

Forschungsneubau IMoS der Technischen Universität Berlin feiert Richtfest

Neues Gebäude für die Spitzenforschung: IMoS

Im IMoS sollen interdisziplinäre Teams drängende wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen mittels Modellierung, Simulation und Optimierung angehen. Wie plant man ein neues Stadtquartier verkehrs- und klimagerecht, in dem die Menschen sich wohl fühlen? Wie können Gasturbinen effizient und nachhaltig mit Wasserstoff betrieben werden? Wie kann 3D-Druck beim Produktdesign helfen? Bei all diesen Fragen spielen Modelle und Simulationen eine zentrale Rolle. Gleichzeitig sind verschiedene Wissenschaftsdisziplinen beteiligt: Architektur und Design, Sozial- und Wirtschaftsforschung, Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Im Gegensatz zu realen Experimenten können anhand von Simulationen sehr effizient auch hochkomplexe Prozesse mit vielen Variablen untersucht werden, erläutert Prof. Dr. Volker Mehrmann vom Fachgebiet Numerische Mathematik der TU Berlin, der das IMoS mit initiiert hat. Auch führe die Arbeit in Teams zu mehr Innovation und einem besseren Verständnis.

Das Interdisziplinäres Zentrum für Modellierung und Simulation der Technischen Universität Berlin wird mit rund 57 Mio. Euro vom Bund, Land Berlin und von der TU Berlin selbst finanziert. Mit 5.000 m² Nutzfläche wird er zusammen mit dem Neubau Mathematikgebäude – mit rund 100 Mio. Euro vom Land Berlin und 15.000 m² Nutzfläche – an der Technischen Universität Berlin gebaut. Der Rohbau des IMoS am Zukunftsort Campus Charlottenburg ist nun abgeschlossen, für das Mathe-Gebäude wird es im nächsten Jahr soweit sein. Die Fertigstellung für das IMoS-Gebäude ist für Ende 2022 geplant.

Mehr zum IMoS von Prof. Mehrmann im Film der TU Berlin

Richtfest Wissenschaftsgebäude Biodiversität

Wissenschaftsgebäude Biodiversität

Ein weiterer Richtkranz konnte im September 2021 für das Wissenschaftsgebäude Biodiversität auf dem Campus Dahlem gehoben werden. Das markante fünfeckige Gebäude entsteht auf dem Forschungscampus Dahlem der Freien Universität Berlin. Es dient nicht nur der Umweltforschung, sondern folgt auch strengen Umweltstandards. Es soll eines der ersten Forschungsgebäude in ganz Deutschland sein, das nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen nach dem Goldstandard zertifiziert wird. Energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, langlebige und recyclingfähige Baumaterialien – all diese Merkmale wird der Wissenschaftsbau erfüllen und damit auch architektonisch für Nachhaltigkeit stehen.

Die Freie Universität Berlin und das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e.V. bauen das neue interdisziplinäres Forschungszentrum gemeinsam für gut 18,4 Mio. Euro, finanziert von Land Berlin und Bund. In den entstehenden Büros und Laboren sollen über 100 Biodiversitätsforscherinnen und -forscher sowie Studierende näher zusammenrücken und damit der wissenschaftliche Austausch zwischen Freier Universität und dem Leibniz-IGB bei wichtigen Zukunftsthemen gefördert werden. Die Schlüsselübergabe soll im Sommer 2023 erfolgen.

#BrainCityBerlin wächst - Bauvorhaben für Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften

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