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Zahl des Monats August: 122

11.08.2021 12:00

IFAF Berlin - Mit der Prasix Forschen

122 Mal Wissen für die Hauptstadt: Seit 2009 fördert das Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin) getreu seinem Namen eben diese an den vier staatlichen Berliner Fachhochschulen. In mittlerweile 122 Projekten haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den konkreten Bedarfen der Stadt auseinandergesetzt – dabei geht es um Themen wie grüne Energie, Mobilität oder Pflege.

Kundenorientierte Paketzustellung durch Kiez-Boten, humanoide Roboter in betreuten Senioren-Wohnanlagen, psychosoziale Notfallversorgung nach einem Terroranschlag, ein Demonstrator zur Herstellung und Einspeisung von Methangas, das ohne weitere Aufbereitung in das Erdgasnetz eingespeist werden kann: Das sind vier von insgesamt 122 spannenden Projekten vom Institut für angewandte Forschung (IFAF) Berlin – einem deutschlandweit einzigartigen Hochschulverbund, der die Forschungskompetenz der vier staatlichen Berliner Hochschulen für angewandte Wissenschaften bündelt.

Das Besondere am IFAF Berlin: Es ist immer nah dran an den Bedarfen der Stadt und kann auf diese kurzfristig reagieren. So tanzten Mitte Juni zum Beispiel 300 Menschen in einem Berliner Club für die Wissenschaft. Im Rahmen des Pilotprojekts „Open-Air“ sollte getestet werden, wie in der Corona-Pandemie unter freiem Himmel wieder sicher gefeiert werden kann. Die Alice Salomon Hochschule, die Berliner Hochschule für Technik und die Clubcommission arbeiten zusammen mit weiteren Partnern am Forschungsprojekt „Hygieia“ und entwickeln auf der Grundlage ihrer Forschungsergebnisse Konzepte für den Infektionsschutz in der Veranstaltungsbranche.

Gemeinsam für die Wirtschaft und Gesellschaft forschen

Der Transfer von Wissen in Wirtschaft und Gesellschaft – in die Praxis – ist Ziel des IFAF Berlin. Es wurde vor 12 Jahren von der Alice Salomon Hochschule Berlin, der Berliner Hochschule für Technik, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin mit Unterstützung des Landes Berlin gegründet. Über das IFAF Berlin fördert das Land hochschulübergreifende Kooperationsprojekte mit Partnern aus der Berliner Metropolregion. Das IFAF Berlin steht somit auch beispielhaft für den Kooperationsgeist, der die Berliner Wissenschaft ausmacht. Seit 2009 haben über 360 Partner ihre Fragestellungen gemeinsam mit den IFAF-Hochschulen erforscht und Lösungsansätze u.a. zu Fragen rund um Energieversorgung, Mobilität, Migration oder Pflege erarbeitet.

Drei Förderlinien: Idee, Forschung, Transfer

In den Projekten wird zu sozialen, technologischen und wirtschaftlichen Fragen und Lösungen in drei Programmlinien geforscht. Dabei ist Förderung über den gesamten Prozess eines wissenschaftlichen Projekts möglich – von der Ideenentwicklung über die Verbundforschung selbst bis hin zum Transfer: In IFAF EXPLORATIV wird für 6 Monate die Entwicklung von ersten Forschungsansätzen sowie die Bildung von Netzwerken und auch die Antragsstellung unterstützt. Die Förderlinie IFAF VERBUND bringt Partner aus Gesellschaft und Wirtschaft mit mindestens zwei Hochschulen zusammen, um gemeinsam zu einer konkreten Fragestellung in 24 Monaten zu forschen. Die Ergebnisse dieser VERBUND-Forschung werden dann in IFAF TRANSFER für zwölf Monate auf ihre konkrete Umsetzung geprüft und in die Praxis transferiert.

Zum IFAF-Video:
Berliner Fachhochschulen – Forschen mit der Praxis