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Zahl des Monats April: 75

30.04.2021 12:00

Campus Charlottenburg der Technischen Universität Berlin
Bild: Philipp Arnoldt

Happy Birthday! Vor 75 Jahren wurde die Technische Universität am 9. April 1946 neu gegründet. Seitdem hat sich der Campus immer wieder stark verändert und wächst auch heute mit umfangreichen Baumaßnahmen.

Der Regierenden Bürgermeisters und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, gratulierte der Technischen Universität Berlin zu ihrem Jubiläum:

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Formate: video/youtube

Die Neugründung vor 75 Jahren sollte den demokratischen Neubeginn markieren, einen deutlichen Bruch mit der Vergangenheit. Die Geschichte der Hochschule reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1946 nannte sie sich dann als erste Hochschule Deutschlands „Technische Universität“ und integrierte gleichzeitig geisteswissenschaftliche Elemente in ihrem Profil. Bis heute verbindet die Technische Universität Berlin technologische Forschung und gesellschaftliche Verantwortung. Der Campus und seine Gebäude haben sich über die Zeit immer wieder sehr verändert. Auch heute ist stetiger Wandel am Campus sichtbar, denn es wird umfangreich investiert in Bau und Sanierung für Forschung und Lehre.

Blick in die Campus-Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Großteil der Hochschulgebäude stark zerstört. Die neu gegründete Universität wurde am gleichen Ort und in den selben Gebäuden, aber doch ganz anders, wiederaufgebaut und modern gestaltet. Dr. Hans-Dieter Nägelke, Leiter des Architekturmuseums der Technischen Universität Berlin, seit 20 Jahren an der Hochschule tätig, erklärt in dem Film „Campus der Gegensätze“ zum 75. Jubiläum: „Der Campus der Technischen Universität spiegelt 150 Jahre Baugeschichte in Berlin in all ihren Facetten.“ Die Zeit des Wiederaufbaus um 1946 und der damit entstandene architektonische Mix aus Tradition und Moderne prägt das Bild des Zentralstandorts in Berlin-Charlottenburg bis heute. Die Geschichte Berlins ist mit der Entwicklung der Gebäudeinfrastruktur der Technischen Universität Berlin eng verwoben.

Hier können Sie den Film „Campus der Gegensätze“ ansehen:

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Bauen für die Zukunft des Campus

Studierende, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende sollen mit einer modernen Infrastruktur beste Rahmenbedingungen zum Lernen und Arbeiten an der Hochschule erhalten. Dafür wird aktuell und in Zukunft sowohl am Zentralcampus Charlottenburg als auch darüber hinaus weiter gebaut und saniert.

Der Simulierte Mensch, Außenansicht
Der Simulierte Mensch am Biotech-Spitzenstandort Wedding – so wird das gemeinsame Forschungszentrum von Charité und Technischer Universität Berlin nach der geplanten Fertigstellung 2023 einmal aussehen.
Bild: Architect: HDR | Image: Imagina Visual Collaboration

So entsteht in Berlin-Wedding derzeit ‚Der Simulierte Mensch‘ (Si-M), ein neues mit 34,2 Mio. Euro gemeinsam mit dem Bund finanziertes Forschungszentrum. Dort werden Forscherinnen und Forscher der Charité und der Technische Universität Berlin künftig gemeinsam daran arbeiten, humane Zell- und Organfunktionen mithilfe von Technologien wie 3D-Kultivierung, Multi-Organ-Chips oder 3D-Bioprinting zu modellieren. Die Bauarbeiten sind 2020 gestartet. Noch in Planung ist das Lehr- und Laborgebäude für die Institute für Biotechnologie und Lebensmitteltechnologie und -chemie ebenfalls in Wedding. Mit der Grundsanierung für 36 Mio. Euro ist die Zusammenführung der Institute vorgesehen.

In Berlin-Charlottenburg errichtet das Land Berlin für die Technische Universität Berlin zwischen Fasanenstraße und S-Bahn-Linie zwei neue Gebäude für Forschung und Lehre. Dort entstehen das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation, kurz IMoS sowie ein neues Mathematikgebäude finanziert mit insgesamt rund 150 Mio. Euro. Die Kosten für das IMoS werden zum Teil auch vom Bund getragen. Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gang. Gebaut wird derzeit auch an der Fassade des Gebäudes für die Technische Chemie mit Chemie- und Laserlaboren direkt an der Straße des 17. Juni. Für die Erneuerung werden 19,7 Mio. Euro investiert. Auch das Gebäude des Instituts für Bergbau und Hüttenwesen, das erste nach der Neugründung errichtete Gebäude der Technischen Universität Berlin am Ernst-Reuter-Platz, wird aktuell für 2,7 Mio. Euro saniert. Derzeit in Planung auf dem Campus-Areal sind der Ersatzneubau Nanophysik für 82 Mio. Euro und das Zentrum für Vorgründungsprojekte der Green Chemistry, ein Neubau mit Laboren und Büros für Ausgründungen und Start-ups, für 10,8 Mio. Euro.

Und das sind nur einige der größten laufenden Bauprojekte an der Technischen Universität Berlin. Insgesamt sind derzeit neun große Baumaßnahmen in der Umsetzung (im Bau und in Planung), rund 345 Mio. Euro sind hierfür eingeplant.