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Zahl des Monats März: 200

Eröffnung Käthe-Beutler-Haus 2021 BIH
Bild: Felix Petermann

200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten künftig im neuen Forschungsgebäude Käthe-Beutler-Haus von BIH und MDC.

Der Name Käthe Beutler kehrt nach Berlin zurück: Die 1935 vertriebene jüdische Kinderärztin steht Patin für ein neues Forschungsgebäude für vaskuläre Biomedizin in Berlin-Buch. Das Käthe-Beutler-Haus auf dem Wissenschafts-, Gesundheits- und Biotechnologiepark Campus Berlin-Buch ist nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und am 24. März 2021 eröffnet worden. Das Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) sowie das Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) werden dort ihre Forschung zur vaskulären Biomedizin unter einem Dach vereinen und die Zusammenarbeit mit translationalen Forschungsgruppen in Berlin weiter verstärken.

Der Bund hat sich mit 26,2 Millionen Euro an den rund 29 Millionen Euro Gesamtkosten für den Neubau beteiligt. Das frühere Klinikgebäude wurde saniert und durch einen Neubau, das Käthe-Beutler-Haus, ergänzt. Es bietet nun auf 3.000 Quadratmetern Platz für rund 200 Wissenschaftler*innen. Ihr Forschungsschwerpunkt wird die Blutgefäßmedizin sein. Das Käthe-Beutler-Haus ist das erste Forschungsgebäude des BIH, das in Betrieb genommen wird. Ein weiteres Gebäude entsteht aktuell mit dem Ambulanz-, Translations- und Innovationszentrum (ATIZ) auf dem Charité Campus Berlin Mitte.

Video-Rundgang durch das Käthe-Beutler-Haus

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Formate: video/youtube

Eröffnung im März 2021

Gemeinsam mit der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und dem Regierenden Bürgermeister und Wissenschaftssenator, Michael Müller, wurde das Käthe-Beutler-Haus am 24.3.2021 eingeweiht. Müller unterstrich anlässlich der Eröffnung: „Das Käthe-Beutler-Haus nimmt in der Privilegierten Partnerschaft des MDC mit dem BIH in der Charité eine wichtige Brückenfunktion ein. Ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten sind von großer wissenschaftlicher, gesundheitspolitischer und gesellschaftlicher Bedeutung und finden nunmehr ideale Rahmenbedingungen. Ich bin sehr dankbar, dass mit diesem besonderen Forschungsgebäude der Name Käthe Beutlers nach Berlin zurückkehrt und für unsere wachsende Medizinmetropole steht.“

Video-Grußwort anlässlich der Eröffnung

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Namenspatin Dr. Käthe Beutler

Der Name des Hauses geht zurück auf die medizinische Pionierin Käthe-Beutler (geboren 1896 in Berlin), die 1918 zur zweiten Generation von Frauen gehörte, die an der Charité Medizin studierten. Als Kinderärztin war sie wissenschaftlich und ärztlich tätig. Im Jahr 1923 promovierte sie, ein Jahr später erhielt sie ihre Approbation. Im Jahr 1925 heiratete sie ihren Kollegen Alfred Beutler. Die Ärztin entschied sich für die Pädiatrie und publizierte zur Behandlung der angeborenen Syphilis mit Salvarsan, einem Arsenpräparat. 1927 eröffnete sie ihre eigene Kinderarztpraxis. Die jüdische Familie geriet unter den Nazis zunehmend unter Druck und floh schließlich 1935 in die USA. Dort legte Käthe Beutler ihr amerikanisches Staatsexamen ab und praktizierte bereits ab 1937 in ihrer eigenen Praxis. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie nach Kalifornien, wo auch zwei ihrer Kinder lebten und wo sie 1999 im hohen Alter von 102 Jahren verstarb. Ihren Forscherinnengeist gab sie weiter an ihre Kinder und Enkel. Bruce Beutler, Enkelsohn von Käthe Beutler, erhielt 2011 den Nobelpreis für Medizin für seine Arbeiten über die Aktivierung des angeborenen Immunsystems.