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Zahl des Monats Januar: Eintausendfünfhundertvierzig

27.01.2021 11:00

Europaflagge vor Brandenburger Tor
Bild: Ref. Europa Skzl

Mit über 1.540 Projekten hat sich Berlin an Horizont 2020, dem 8. europäischen Forschungsrahmenprogramm beteiligt, und erhielt dafür 848,56 Millionen Euro Fördermittel.

Die europäischen Forschungsrahmenprogramme sind ein wichtiges Instrument zur Förderung der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung in Europa. Ziel von „Horizont 2020“, dem 8. Rahmenprogramm der Europäischen Union von 2014 bis 2020 für Forschung und Innovation, ist es, europaweit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft sowie wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen und eine nachhaltige Entwicklung zu stärken.

Die Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben sich intensiv an Horizont 2020 beteiligt. In dem Förderzeitraum 2014 bis 2020 wurden über 1.540 Projekte mit insgesamt 848,56 Mio. Euro aus EU-Mitteln gefördert. Ein großer Sprung nach vorne – im vorhergehenden 7. Forschungsrahmenprogramm von 2007 bis 2013 waren es 1.380 Vorhaben mit einer Fördersumme von insgesamt 615,8 Millionen Euro.
Über 120 renommierte Preise des Europäischen Forschungsrats (ERC) gingen dabei seit 2014 an Berliner Forscherinnen und Forscher und ihre Partnereinrichtungen. Die Förderpreise werden jährlich vom ERC für bahnbrechende Forschung in Europa in einem hochkompetitiven Wettbewerb in fünf Kategorien, den Starting Grant, Advanced Grants, Consolidator Grants, Synergy Grants und Proof of Concept vergeben. Die vielen ERC-Preise fördern wegweisende Forschungsvorhaben junger sowie etablierter Forscherinnen und Forscher auf verschiedenen Gebieten und stärken den Innovationsstandort Berlin nachhaltig. Zuletzt gingen im Dezember fünf ERC „Consoldiator Grants“ und damit verbunden rund 10,7 Mio. Euro an Forschende in Berlin.

Horizont 2020 setzte sich aus drei Säulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. Während Säule eins sich vor allem der Einzelförderung exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmet, werden in Säule zwei industrielle Forschung und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung von Schlüsseltechnologien gefördert und durch Verbundforschungsprojekte zu gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, dem demografischen Wandel oder der Welternährungslage in Säule drei ergänzt.

Das Nachfolgeprogramm von Horizont 2020 ist das 9. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont Europa“ mit einer Laufzeit von 2021 bis 2027. Es beruht auf den drei Pfeilern „Wissenschaftsexzellenz“, „Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas“ sowie „Innovatives Europa“. Ergänzt werden sie durch den Bereich „Ausweitung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraumes“.