Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter: berlin.de/corona

Aktuelle Informationen zu Corona-Maßnahmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen unter: berlin.de/wissenschaft/corona

Inhaltsspalte

Zahl des Monats November: 189 Millionen Euro

30.11.2020 10:00

Institut für Chemie Freie Universität Berlin
Bild: Freie Universität Berlin

Hier boomt die Chemie: Auf dem Campus Dahlem der Freien Universität Berlin werden in drei Bauabschnitten für 189 Millionen Euro zwei große Gebäudekomplexe für den Fachbereich Chemie modernisiert. Der erste Bauabschnitt wurde 2019 fertig gestellt, der zweite ist aktuell im Bau und der dritte befindet sich in der Planung. Es ist eines der derzeit umfangreichsten Bauprojekte in der Brain City Berlin. Die sanierte Nutzfläche für Studium, Forschung, Lehre und Verwaltung ist 23.000 qm groß.

Das Institut für Chemie der Freien Universität Berlin war bislang vorrangig in zwei Gebäudekomplexen untergebracht, in der Takustraße und in der Fabeckstraße. Doch diese sind stark sanierungsbedürftig. Im Zuge der Standortentwicklung auf dem naturwissenschaftlichen Campus der Universität wird das Institut künftig an einem Standort stärker konzentriert, in der Takustraße und der Arnimallee. Die umfangreichen Investitionen in den modernisierten Chemiekomplex kommen Studierenden, Forscherinnen und Forschern, Lehrenden sowie Beschäftigten zugute. Die Investitionen stärken die lebenswissenschaftliche Forschung und Lehre und damit auch den Innovationsstandort Berlin.

Die erste Etappe ist geschafft

Die Fertigstellung des 1. Bauabschnitts erfolgte im Frühjahr 2019 mit dem Institutsgebäude für Chemie und Biochemie an der Arnimallee 22. Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt beliefen sich auf rund 41 Millionen Euro, die Bauzeit betrug knapp fünf Jahre. Im Zuge der Modernisierung des 1961/62 erbauten Institutsgebäudes erfolgte eine umfangreiche Schadstoffsanierung. Mit der Fertigstellung ist bereits ein wichtiger Meilenstein auf dem naturwissenschaftlichen Campus abgeschlossen.

An dem sanierten Standort sind nun hochmoderne Räumlichkeiten zum Forschen und Studieren entstanden. Mehr als dreißig Labore mit 120 Arbeitsplätzen, mehrere Seminarräume, zwei kleinere und ein großer Hörsaal und über fünfzig Büros für die Verwaltung finden auf der über 10.000 qm großen sanierten Nutzfläche ihren Platz. Experimentierhörsäle mit mobilen Abzügen und spezieller Medientechnik ermöglichen zudem die Sprach- und Tonübertragung per W-LAN auf Smartphone-Apps für Hörbehinderte sowie Videoaufzeichnung und Live-Streaming.

Bau für die zweite Etappe läuft auf Hochtouren, Etappe drei bereits in der Planung

2019 hat auch die Bauphase für den 2. Bauabschnitt mit der Sanierung des Gebäudekomplexes an der Takustraße begonnen. Für die aufwändigen Modernisierungsmaßnahmen stellt das Land Berlin Investitionen in Höhe von rund 118 Millionen Euro bereit. Das Gebäude wird bis auf den Rohbau zurück- und dann wieder neu aufgebaut. Die Bauarbeiten sollen 2026 abgeschlossen sein. In Planung ist bereits der 3. Bauabschnitt am Gebäude Arnimallee 22 im Umfang von 30 Millionen Euro.

Im Südwesten viel Neues

Die Sanierung der Chemiegebäude ist mit 189 Millionen Euro eines der größten Bauvorhaben im „Investitionspakt Wissenschaftsbauten“ des Landes. Dieser wurde 2017 von der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung gestartet, insgesamt stehen für die Brain City Berlin rund 4,9 Milliarden Euro bis 2036 für Bau und Sanierung an den elf stattlichen Hochschulen und der Charité bereit. Damit sorgt Berlin für eine kontinuierliche Verbesserung der Lehr- und Forschungsinfrastruktur in aktuell mehr als 90 laufenden Bauprojekten. An der Freien Universität sind dafür gut 320 Millionen Euro für Baumaßnahmen im Einsatz oder dafür vorgesehen, wie zum Beispiel für die Forschungsbauten „Supramolekulare Funktionale Architekturen an Biogrenzflächen (SupraFAB) oder das neue „Tiermedizinische Zentrum für Resistenzforschung (TZR. Beide Bauvorhaben sind Projekte in der Reihe von 91b-Bauten, die die Freie Universität erfolgreich eingeworben hat, sie werden vom Land Berlin mit etwa 60 Millionen Euro mitfinanziert. Ebenfalls im Südwesten entsteht das Innovationszentrum FUBIC, das als einer der elf Berliner Zukunftsorte mit einem Schwerpunkt in der Gesundheits- und IT-Wirtschaft für die Entwicklung der Gesundheitsstadt Berlin eine wichtige Rolle spielen wird.