Zahl des Monats Januar: 32

28.01.2020 10:00

Gespräch mit geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler*innen: Bundespräsident beim Antrittsbesuch mit RBm
Im Gespräch mit geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler*innen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner beim Antritssbesuch mit dem Regierenden Bürgermeister und Hochschulpräsident*innen
Bild: Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 (eDok) Nr. PLA_8808 / Fotograf: Thomas Platow

32 bedrohten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bietet Berlin akademische Zuflucht.

Berlin ist eine Stadt der Freiheit und diese Freiheit verpflichtet: Mit dem Programm für Wissenschaftsfreiheit unterstützt die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung Wissenschaftler*innen, die in ihren Heimatländern nicht mehr frei forschen und lehren können. Mit einem Jahresbudget von 1,5 Mio. Euro, das auch im Doppelhaushalt 2020/21 weitergeführt wird, ist es das größte Landesprogramm dieser Art in Deutschland.

Umgesetzt wird es durch die Einstein Stiftung Berlin in Kooperation mit den vier Berliner Universitäten und der Charité-Universitätsmedizin. Über Gastprofessuren (Einstein Guest Researchers) und Stipendien (Einstein Junior Scholars) konnten damit seit 2018 27 bedrohte Wissenschaftler*innen ihre akademische Arbeit in Berlin fortsetzen. Für das Jahr 2020 wurde bereits die Förderung von fünf weiteren Personen bestätigt. Die insgesamt 18 Wissenschaftlerinnen und 14 Wissenschaftler kommen überwiegend aus der Türkei (20), Syrien (5) und dem Iran (5). Sie sind in den Natur-, Ingenieur-, und Lebenswissenschaften, den Sozialwissenschaften, Geistes- und Kulturwissenschaften, sowie Kunst und Gestaltung tätig.

Darüber hinaus engagieren sich Mitglieder der Berliner Hochschulen im Rahmen vieler Programme und Projekte für Geflüchtete oder bedrohte Forschende. Dazu gehören unter anderem spezielle Informationsveranstaltungen, Beratungsangebote, Sprachkurse, Workshops, Studienkollegs, Fachseminare oder Gasthörerschaften. Ziel ist es, Geflüchtete für ein Studium vorzubereiten oder auch die Fortsetzung des Studiums zu ermöglichen. Einige Berliner Hochschulen beteiligen sich auch an der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung, einem Stipendienprogramm für gefährdete Forschende, und sind Teil der deutschen Sektion des globalen Scholars at Risk. In dem Netzwerk setzen sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die Unterstützung und den Schutz gefährdeter Forschender und die Freiheit der Wissenschaft ein.

Angebote der Berliner Hochschulen im Überblick:
Freie Universität Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin
Die Refugee Law Clinic Berlin bietet neben einer Vorlesungsreihe zum Asyl- und Aufenthaltsrecht Rechtsberatung für Geflüchtete und Migranten in Berlin an.
Technische Universität Berlin
Universität der Künste Berlin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Beuth-Hochschule für Technik Berlin
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin
Kunsthochschule Berlin (Weißensee) – Hochschule für Gestaltung