Zahl des Monats August: 8,4 Milliarden

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8,4 Milliarden Euro erwirtschaften Berliner Hochschul-Start-ups im Jahr 2019

Hochschulausgründungen haben für die Metropolregion Berlin eine große wirtschaftliche Bedeutung. So erwirtschafteten Berliner Hochschul-Start-ups laut der aktuellen Gründungsumfrage 2020 einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro in 2019 und schafften zudem 62.600 Arbeitsplätze. Damit sind Hochschulausgründungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Land fördert diese Entwicklung. So erhielten die Berliner Hochschulen allein im Jahr 2019 über ihre Etats insgesamt 1,9 Mrd. Euro. Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator, Michael Müller, erklärt dazu: „Jeder in Wissenschaft und Forschung investierte Euro ist gut für ganz Berlin. Unsere Hochschulen haben sich zu richtigen Ideenschmieden entwickelt, mit kreativen Köpfen aus der ganzen Welt. Sie erzeugen ein Innovationsumfeld, das zahlreiche Start-ups hervorbringt und auch auf etablierte Unternehmen eine regelrechte Sogwirkung entfaltet. Das ist wichtig für neue Arbeitsplätze und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in unserer Stadt.“

Wirtschaftskraft der Wissenschaft in der Metropolregion
Laut der Gründungsumfrage 2020 haben 71 Prozent der an der Umfrage beteiligten Gründungen bereits die Gewinnzone erreicht. Ein Blick auf die Branchen zeigt: In 61 Prozent der Gründungen stehen wissensintensive Beratung, kreative Dienstleistungen sowie Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie im Fokus.

Trendthemen sind weiterhin Internationalisierung, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz. So sind bei rund einem Viertel der Gründungen bereits zum Zeitpunkt der Gründung internationale Teammitglieder beteiligt und 29 Prozent der befragten Unternehmen erzielen ihren Umsatz hauptsächlich auf internationalen Märkten. Zudem zeigt die Befragung, dass die akademischen Gründungen aus den Hochschulen auch zur Erfüllung der „Sustainable Development Goals (SDG)“, der internationalen Nachhaltigkeitsziele, der Vereinten Nationen beitragen. Ein Großteil der Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig zu wirtschaften. 15 Prozent der befragten Unternehmen sind im Bereich Künstlichen Intelligenz angesiedelt. Die Anwendungsfelder liegen vor allem in den Bereichen „Business Intelligence“/ „Prozessmanagement“, „Health Intelligence“ sowie „Mobility“.

Auch schätzen die Befragten die Bedeutung von Hochschulinkubatoren und die Unterstützung von Seiten der Hochschulen als sehr wichtig ein. So haben Förderprogramme oder die Nutzung von Räumlichkeiten, Laboren oder Prototypenwerkstätten sie bei der Gründung unterstützt.

Die 11 Zukunftsorte der Brain City Berlin
Die Qualität und Vielfalt der wissenschaftlichen Expertise in großer räumlicher Nähe macht Berlin als Innovationsstandort einzigartig. Auch die Gründungsumfrage 2020 belegt, dass dieses geballte Wissen ein besonderer Standortvorteil Berlins ist, der der Gesellschaft dient und Motor der Wirtschaft ist, besonders auch für die Ansiedlung und Gründung von Unternehmen.

Um Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft die Räume zu geben, die sie zur Entfaltung von Synergien brauchen, existieren innerhalb der Stadt inzwischen 11 Zukunftsorte in Adlershof , Berlin TXL / Urban Tech Republic, Buch , Campus Charlottenburg / City West, CleanTech Business Park Marzahn, Dahlem / FUBIC , EUREF-Campus, Technologie-Park Humboldthain, Schöneweide , Siemensstadt 2.0 und Tempelhof . Das sind Standorte an denen vor Ort wissenschaftsbasierte Netzwerkstrukturen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft existieren beziehungsweise geschaffen werden sollen, die Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft fördern.

Die Gründungsumfrage wurde im Umfeld von zehn Hochschulen der Metropolregion Berlin durchgeführt. Dabei wurden die Ausgründungsaktivitäten systematisch und einheitlich im Rahmen einer hochschulübergreifenden Initiative erfasst. Die Erhebung und Auswertung wurde am Centre for Entrepreneurship der Technischen Universität Berlin koordiniert. Weitere Informationen zur Umfrage erhalten Sie hier