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Zahl des Monats Dezember: 68 Millionen

28.12.2020 12:00

Forschungszentrum BeCAT
Bild: DGI Bauwerk, Visualisierung: IMAGINA | Visual Collaboration

Für insgesamt 68 Millionen Euro entstehen in Wedding zwei neue Zentren für die medizinische Forschung.

Miniatur-Organe aus dem 3D-Drucker oder lebende Medikamente – was wie Zukunftsmusik klingt, soll in Berlin Wedding Realität werden. Dafür entstehen an der Seestraße direkt nebeneinander zwei Forschungszentren für knapp 68 Millionen Euro. Hier erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler künftig Biotechnologien und völlig neue medizinische Ansätze.

Am „Berlin Center for Advanced Therapies“ (BeCAT) werden Forscherinnen und Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin die Arzneimittel der nächsten Generation entwickeln. Direkt vis-à-vis arbeiten ihre Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit Forschenden der Technischen Universität Berlin künftig daran, humane Zell- und Organfunktionen mithilfe von Technologien wie 3D-Kultivierung, Multi-Organ-Chips oder 3D-Bioprinting zu modellieren. Dafür entsteht das Forschungszentrum „Der Simulierte Mensch“ (Si-M) mit insgesamt 3.770 Quadratmetern Nutzungsfläche, rund ein Drittel davon für Labore. Die Weiterentwicklung menschlicher Organmodelle kann auch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Reduzierung von Tierversuchen leisten. Die Fertigstellung der beiden Gebäude ist für 2023 geplant.

Biotech- und Medizinstandort im Berliner Nordwesten verdichtet sich

Die zwei neuen Forschungszentren entstehen auf dem neu erschlossenen nördlichen Teil des Charité Campus Virchow-Klinikum (CVK). In der direkten Umgebung wird auch das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) an der Südseite des CVK für rund 400 Mio. Euro errichtet, sowie ein hochmodernes Laborgebäude für die lebenswissenschaftliche Lehre und Forschung der Beuth Hochschule für Technik im Umfang von 86 Mio. Euro. Zudem plant die Charité in direkter Nachbarschaft ein neues Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).

Si-M und BeCAT sind zwei von derzeit sechs Forschungsbauten in Berlin, die nach Artikel 91b GG finanziert werden. Die Gesamtkosten von insgesamt 34 Millionen Euro für das Si-M und von 30 Millionen Euro für das BeCAT werden demnach jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen. Mit zusätzlichen Mitteln des Programms „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWANA) in Höhe von 3,8 Millionen Euro werden grundlegende Infrastrukturen und die Anbindung der Bauten an den Charité Campus Virchow-Klinikum errichtet.