Zahl des Monats September: 38,6 Grad Celsius

20.09.2019 17:30

Temperaturrekord in Berlin 2019 - 38 Komma 6
Bild: Senatskanzlei

Bisheriger Temperaturrekord in Berlin 2019

Im Juni wurde an der Wetterstation in Berlin-Tegel die bisher höchste Temperatur in Berlin dieses Jahr gemessen: 38,6 Grad Celsius. Der Klimawandel wird auch in Berlin immer spürbarer.

Was unternehmen Berlins Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Sachen Klimaschutz?

Der Berliner Senat hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Hauptstadt bis 2050 eine klimaneutrale Metropole wird. Dafür leisten die Berliner Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstitute einen wichtigen Beitrag. An den Einrichtungen wird zu Umwelt- und Klimaschutz geforscht, gelehrt und es werden neue Ideen und Technologien entwickelt.

Gemeinsame Sache bei der Klimaforschung

In einem neuen Zentrum für Klimaforschung will die Berlin University Alliance – die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin – ihre Kompetenzen bündeln, um den Klimawandel zu erforschen und Lösungsansätze für eine der größten globalen Herausforderungen zu erarbeiten. Das haben die Universitäten und die Charité im Juli bekanntgegeben. Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, sieht darin „eine hervorragende Initiative, die die Klimaforschung in Berlin auf ein neues Level heben wird.“

Klimaschutzvereinbarungen

Die elf staatlichen Hochschulen und die Charité-Universitätsmedizin verpflichten sich in den Hochschulverträgen, „Klimaschutzvereinbarungen“ mit dem Land abzuschließen. Sie wollen ihren Energieverbrauch reduzieren, CO2 Emission einsparen und somit einen Beitrag zu Berlins Strategie einer klimaneutralen Stadt leisten.

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Charité, die Freie Universität Berlin sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), die bereits unterzeichnet haben, wollen in Summe über 31.000 Tonnen CO2 einsparen. Mit den anderen staatlichen Hochschulen ist der Senat im Gespräch über Klimaziele und deren Festschreibung. Das Universitätsklinikum beabsichtigt zum Beispiel seine Kohlendioxid-Emissionen bis Ende 2028 um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Einsparungen sollen auf verschiedenen Wegen erreicht werden, dazu gehören bauliche und technische Maßnahmen, der Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung, die Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Mobilität und die Weiterführung des Green-IT-Programms sowie die Stärkung des Umweltbewusstseins der Beschäftigten und Studierenden. 1.000 Einzelmaßnahmen hat die TU Berlin identifiziert, um auf dem eigenen Campus die Energiewende zu schaffen und Klimaneutralität zu erreichen. Seit 2015 arbeitet die Freie Universität Berlin mit Partneruniversitäten aus Israel, China, Russland und Kanada in der „University Alliance for Sustainability“ zusammen, mit dem Ziel, Forschung, Lehre und das Campusleben nachhaltiger zu gestalten.

Umwelt- und Klimaschutz in Studium und Forschung

In unterschiedlichen Studiengängen an den Hochschulen Berlins lässt sich Umwelt- und Klimaschutz auch studieren. Hier einige Beispiele (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

In zahlreichen Forschungsprojekten an den universitären und außeruniversitären Instituten und Zentren werden Klimaveränderungen ausgewertet, neue Mobilitätskonzepte erprobt, erneuerbare Energien weiterentwickelt oder die verbesserte Kreislaufwirtschaft eingehend erforscht.

All die genannten Initiativen, Studiengänge und Forschungsprojekte sind nur ein Ausschnitt dessen, was die Berliner Wissenschaft zur Erforschung und zum Schutz des Klimas beiträgt. Klimawandel bzw. -schutz ist eine der sogenannten „Grand Challenges“, mit denen sich auch die Berlin University Alliance beschäftigen wird. Ganz aktuell sind Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen im Rahmen des Wissenschaftswettbewerbs „Forum Junge Spitzenforscher“ aufgerufen, Anwendungsideen aus der innovativen Grundlagenforschung zum Thema „Klimawandel“ einzureichen.