Erweiterung der IBB-Förderprogramme auf Sozialunternehmen

Pressemitteilung vom 12.10.2018

Ab sofort stehen die Wirtschaftsförderprogramme der IBB Unternehmen der „Sozialen Ökonomie“ zur Verfügung. Bisher waren diese Unternehmen, die sich primär sozialen Zielsetzungen widmen und deshalb oft von der Gewerbesteuer befreit sind, von den IBB-Förderprogrammen ausgeschlossen. Dabei steht der große wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzen dieser Unternehmen, die in erheblichem Umfang Arbeitsplätze anbieten, außer Frage. Sozialunternehmen, deren Geschäftstätigkeit im Wesentlichen auf innovativen Ansätzen und die Erzielung von Markteinkommen im Wettbewerb mit anderen Anbietern ausgerichtet ist (Social Entrepreneurs), sind künftig uneingeschränkt förderfähig. Unternehmen, deren Geschäftsmodell jedoch wesentlich auf staatlichen Leistungen oder Zahlungen der Sozialversicherungsträger beruht, unterliegen weiterhin Beschränkungen.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: „Neben dem volkswirtschaftlichen Beitrag stiften Sozialunternehmen einen wichtigen gesellschaftlichen Nutzen überwiegend in den Bereichen Kultur und Freizeit, Bildung und Forschung, Gesundheitswesen, Soziale Dienste, Natur- und Umweltschutz, sowie Industrie und Handwerk. Berlin ist auch hier Vorreiter: Unter den deutschen Ländern liegt Berlin bei Unternehmen der sozialen Ökonomie an erster Stelle. Ich freue mich, dass wir nun auch Social Entrepreneurs mit ihren innovativen Ideen im Rahmen der Wirtschaftsförderung unterstützen können.“

Der Vorstandsvorsitzende der IBB, Dr. Jürgen Allerkamp, ergänzt: „Viele Unternehmensbeispiele der Sozialen Ökonomie zeigen einen sehr innovativen Charakter, um gesellschaftliche Herausforderungen von heute zu lösen. Hierbei geht es z. B. um die Nutzung von digitalen Innovationen, um soziale Lösungen schneller zu verbreiten, ökofaire Versicherungen oder genossenschaftlichen Online-Handel. Wir sehen einen hohen Bedarf, neben dem finanziellen auch ein soziales und ökologisches Ergebnis zu erzielen.“