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Wohnungsmängel

Mann in Schutzanzug und Frau begutachten von Schimmel befallene Wand
Bild: Karin & Uwe Annas / Fotolia.com

In einer Mietwohnung können unterschiedliche Arten von Mängeln wie z. B. Schimmel, undichte Fenster oder Lärmbelästigung auftreten. Welche Rechte und Pflichten sowohl Mieterinnen und Mieter aber auch Vermieterinnen und Vermieter bei Wohnungsmängeln haben, ist gesetzlich geregelt und hängt von der Ausgestaltung des Mietvertrages ab.

Gesetzliche Grundlagen zu Wohnungsmängeln

Gesetzliche Grundlage für die Definition von Wohnungsmängeln ist § 535 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu Inhalt und Hauptpflichten des Mietvertrages. Darin ist festgelegt, dass der vermietete Wohnraum in einem Zustand zum vertragsgemäßen Gebrauch sein muss. Was genau unter vertragsgemäßem Gebrauch zu vestehen ist, ist in jedem Mietvertrag individuell geregelt.

Schadensersatz bei Wohnungsmängeln

Ein Schadensersatzanspruch aufgrund eines Wohnungsmangels besteht laut § 536 a BGB dann, wenn der Vermieter oder die Vermieterin mit der Beseitigung des Mangels in Verzug ist und die Mieterinnen und Mieter die Reparaturen deshalb selbst durchgeführt bzw. ein Unternehmen beauftragt haben. Anspruch auf Schadensersatz besteht auch, wenn die Beseitigung des Mangels keinen Aufschub mehr duldet und die Vermieterin oder der Vermieter die Beseitigung nicht in Angriff genommen hat.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com
Bei Beschwerden zu Wohnungsmängeln sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher zunächst an die Vermieterin oder den Vermieter wenden. Gelangen die Vertragsparteien zu keiner Einigung, bieten der Berliner Mieterverein sowie der Mieterschutzbund Berlin Beratung und Hilfe an, allerdings nur für Mitglieder. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich außerdem an die Verbraucherzentrale wenden.