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Kündigung

Umzugskartons auf Parkett vor weißer Wand mit Werkzeug und Besen
Bild: ungermedien - Fotolia.com

Ein Mietvertrag kann sowohl durch den Mieter als auch den Vermieter gekündigt werden. Die verschiedenen Kündigungsfristen, die Voraussetzungen für eine Kündigung durch den Vermieter sowie viele weitere Formalien für die Kündigung von Mietverträgen sind in Deutschland gesetzlich geregelt. Besonderer Kündigungsschutz für Mieter gilt laut Gesetz beispielsweise bei der Anmeldung von Eigenbedarf durch den Vermieter oder bei Umwandlung einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung.

Gesetzliche Grundlage für die Kündigung eines Mietverhältnisses

Gesetzliche Grundlage für die Kündigung von Wohnraum ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ab § 568. Darin ist unter anderem festgelegt, dass Kündigungen immer schriftlich erfolgen müssen.

Kündigungsfrist bei ordentlicher Kündigung von Mietverträgen

Sofern nichts anderes vereinbart ist, gilt bei Mietverhältnissen nach § 573 c BGB eine Kündigungsfrist von drei Monaten, wobei die Kündigung am dritten Werktag des Kalendermonats schriftlich erfolgen muss. Bei einer Mietdauer von mehr als fünf bzw. acht Jahren verlängert sich seitens der Vermieterin bzw. des Vermieters die Kündigungsfrist um jeweils drei Monate.

Außerordentliche fristlose Kündigung von Mietverträgen

Wohnungs-Mietvertrag mit dem Stempelvermerk "gekündigt", darauf liegt der dazugehörige Stempel
Bild: akf / Fotolia.com
Ein Mietvertrag kann von beiden Vertragsparteien aus wichtigem Grund fristlos und außerordentlich gekündigt werden. Ein wichtiger Grund liegt dann vor, wenn dem Kündigenden die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht mehr zugemutet werden kann. Die rechtlichen Grundlagen für die außerordentliche Kündigung eines Mietverhältnisses sind in § 543 BGB und in § 569 BGB formuliert.

Kündigung wegen Eigenbedarf

Nach § 573 BGB darf ein Vermieter einem Mieter die Wohnung nur kündigen, wenn ein berechtigtes Interesse an der Kündigung seitens der Vermieterin oder des Vermieters besteht. Ein berechtigtes Interesse stellt auch der sogenannte Eigenbedarf dar. Eigenbedarf besteht dann, wenn die Vermieterin oder der Vermieter das Mietobjekt entweder selbst nutzen möchte oder aber ein Familienangehöriger oder ein Angehöriger, der im Haushalt der Vermieterin oder des Vermieters lebt. Mieterinnen und Mieter können laut § 574 BGB einer Kündigung wegen Eigenbedarf widersprechen, wenn durch die Kündigung eine besondere soziale Härte vorliegen würde.

Umwandlung einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com
Erster Ansprechpartner bei Beschwerden oder Reklamationen sollte immer der Vermieter oder die Vermieterin sein. Sollten sich die beiden Vertragsparteien nicht einigen können, bieten der Berliner Mieterverein, der Berliner Mieterschutzbund und die Verbraucherzentale Berlin Hilfe an. Beratungen beim Mieterverein und beim Mieterschutzbund sind nur möglich, wenn eine entsprechende Mitgliedschaft besteht.