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Betriebskosten

Gedruckte Betriebskosten Jahresabrechnung, auf dem Dokument verteilt stehen kleine Modellhäuser aus Holz
Bild: fovito / Fotolia.com

Betriebskosten sind die laufenden Kosten, die dem Eigentümer eines Mietshauses oder Grundstücks durch das Eigentum entstehen. Dazu gehören z. B. Ausgaben für die Abfallentsorgung, die Reinigung des Gebäudes oder den Hausmeister. Mieterinnen und Mieter werden üblicherweise je nach Größe ihrer Wohnung an den Betriebskosten beteiligt. Was zu den Betriebskosten zählt und was nicht, unterliegt klaren gesetzlichen Regeln.

Gesetzliche Grundlagen zu Betriebskosten

Rechtliche Grundlage für die anteilige Umlage der Betriebskosten auf Mieterinnen und Mieter bildet § 556 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Welche laufenden Kosten zu den Betriebskosten gezählt werden dürfen, ist in der Verordnung über die Aufstellung von Betriebskosten (Betriebskostenverordnung) geregelt.

Höhe der Betriebskosten

Betriebskosten werden in der Regel in Relation zur Wohnfläche auf die Mieter umgelegt, sie können also für jeden Haushalt unterschiedlich hoch sein. Besteht keine gesonderte Vereinbarung zu den Betriebskosten, können Mieterinnen und Mieter davon ausgehen, dass die Betriebskosten in der Bruttokaltmiete enthalten sind. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt stellt auf ihren Seiten eine Übersicht der in Berlin üblichen Betriebskosten zur Verfügung. Diese Übersicht dient lediglich als Orientierung und ist nicht rechtsverbindlich.

Erhöhung der Betriebskosten

Steigen die Betriebskosten, muss dies den Mieterinnen und Mietern schriftlich mitgeteilt werden. Die Erhöhung ist ab dem Folgemonat gültig. Fallen die Betriebskosten geringer aus, muss die Vermieterin oder der Vermieter dies den Mietparteien unverzüglich mitteilen. Die Regelungen zur Veränderung der Betriebskosten sind in § 560 BGB festgeschrieben.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com
Bei Beschwerden oder Reklamationen sollten Mieterinnen und Mieter zunächst Kontakt zur Vermieterin bzw. zum Vermieter oder zur Hausverwaltung aufnehmen. Lassen sich die Differenzen nicht beilegen, können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an den örtlichen Mieterschutzbund, den Berliner Mieterverein oder an die örtliche Verbraucherzentrale wenden. Eine Beratung beim Mieterschutzbund oder dem Berliner Mieterverein erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher nur, wenn sie Mitglied im jeweiligen Verein sind.