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Anbieterwechsel

Windrad und Strommast
Bild: Gina Sanders - Fotolia.com

Die Preise für Strom oder Gas unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, ein Wechsel des Versorgers kann sich für Verbraucherinnen und Verbraucher also durchaus lohnen. Das ist weniger kompliziert als manche vielleicht befürchten. Hilfreich sind Vergleichsportale: Sie geben einen Überblick über die verschiedenen Tarife, Laufzeiten und Preise. Oftmals erledigt der neue Energieanbieter sogar die Kündigung beim alten Vertragspartner. Einige Aspekte des Anbieterwechsels bei Strom und Gas sind gesetzlich geregelt.

Gesetzliche Grundlagen zum Anbieterwechsel

Gesetzliche Grundlage für den Anbieterwechsel bei der Energieversorgung ist § 20 a des Gesetzes über die Elektrizitäts-und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz –EnWG). Darin ist unter anderem festgelegt, dass das Verfahren für den Anbieterwechsel drei Wochen nicht überschreiten darf. Weiterhin ist geregelt, dass der neue Strom- oder Gaslieferant Verbraucherinnen und Verbraucher in schriftlicher Form über den erfolgreichen Wechsel und den geplanten Starttermin informieren muss. Durch den Anbieterwechsel dürfen Verbraucherinnen und Verbrauchern keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Preise vor dem Anbieterwechsel vergleichen

Bevor Verbraucherinnen und Verbraucher den Energieanbieter wechseln, sollten sie genau vergleichen und sorgfältig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Anbieters lesen. Vergleichsportale geben einen ersten Überblick über die verschiedenen Angebote. Wichtig zu wissen: Die Portale sortieren die Angebote nach unterschiedlichen Kriterien. Das heißt, der Anbieter ganz oben auf der Liste ist nicht automatisch und für alle Bedürfnisse der günstigste Anbieter. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb auf die Vergleichbarkeit der Leistungen, Laufzeiten, Kosten und Gebühren achten.

Kündigung bei einem Anbieterwechsel

Bei einem Anbieterwechsel müssen Verbraucherinnen und Verbraucher normalerweise nicht selbst beim bisherigen Energieversorger kündigen. Das übernimmt in der Regel der neue Anbieter. Dennoch sollten Verbraucherinnen und Verbraucher vor Vertragsabschluss auf die Kündigungsfristen achten, denn diese können von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Der Bund der Energieverbraucher stellt umfassende Informationen zur Kündigung eines Energieversorgers zur Verfügung.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten zunächst das Unternehmen kontaktieren, mit dem der Vertrag zur Energieversorgung abgeschlossen wurde. Können sich Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbraucher nicht einigen, berät die Schlichtungsstelle für Energie. Die örtlichen Verbraucherzentralen bieten ebenfalls Beratungen zum Thema Energie an.