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Gewährleistung

Eine Hand wirft einen blauen Würfel mit weißem Paragraphen zeichen hoch
Bild: vege - Fotolia.com

Bei einem neu gekauften Produkt haben Käuferinnen und Käufer Anspruch auf eine zweijährige Gewährleistung. Das bedeutet: Bei Mängeln am Produkt haben Käuferinnen und Käufer einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass das Produkt z. B. durch Reparatur oder Ersatz in den im Kaufvertrag vereinbarten Zustand versetzt wird. Wichtig zur Unterscheidung: Die Garantie auf ein Produkt meint immer eine zusätzlich vertraglich vereinbarte Leistung.

Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie

Die Gewährleistung auf Produkte ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie deckt Mängel eines Produktes ab, die es schon beim Kauf hatte. Garantien können über freiwillige, zusätzliche, kostenpflichtige Verträge beim Kauf eines Produktes abgeschlossen werden. Beispielsweise kann eine Garantie die Funktionstüchtigkeit eines Produktes bei normalem Gebrauch für zwei Jahre oder – je nach Vertrag – auch länger abdecken.

Rechtliche Grundlagen der Gewährleistung

Verbraucherinnen und Verbraucher haben europaweit gesetzliche Mindestrechte, wenn sie einkaufen. So regelt die Richtlinie 1999/44/EG für alle Verträge zwischen Privatpersonen und einem beruflichen oder gewerblichen Verkäufer, dass es für die gekaufte Ware eine Herstellungspflicht des vertraglichen Zustands gibt. Ist dies nicht der Fall, können Kunden eine Nachbesserung oder Ersatzlieferung verlangen. In Deutschland sind die Grundlagen zur Gewährleistung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ab § 437 geregelt.

Beweislast bei Produktmängeln

Ist ein Mangel bei der gekauften Ware innerhalb der ersten sechs Monate aufgetreten, muss der Verkäufer beweisen, dass die Ware bei Auslieferung einwandfrei war. Tritt der Mangel erst nach sechs Monaten auf, muss der Kunde beweisen, dass das Produkt schon beim Kauf mangelhaft war.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Wie immer ist die erste Anlaufstelle für Beschwerden oder Reklamationen bei Gewährleistungen das Unternehmen, mit dem der Kaufvertrag geschlossen wurde. Gibt es keine Einigung, können sich Käuferinnen und Käufer beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland beschweren.