Schiffsreisen

Kreuzfahrtschiff auf einem Fluss
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Fällt die Schiffsreise innerhalb Deutschlands oder der Europäischen Union aus, verspäten sich die Abfahrt oder die Ankunft des Schiffes erheblich, können Reisende Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Die Höhe ist auf EU-Ebene in der Verordnung zu Passagierrechten bei Schiffsreisen festgelegt. Die EU-Verordnung zu Fahrgastrechten bei Schiffsreisen gilt bei allen Schifffahrten innerhalb der Europäischen Union mit einem europäischen Abfahrts- oder Zielhafen.

EU-Verordnung zu Fahrgastrechten bei Schiffsreisen

Die Fahrgastrechte bei Schiffsreisen sind auf europäischer Ebene mit der Verordnung (EU) Nr. 1177/ 2010 über die Fahrgastrechte im See- und Binnenschiffsverkehr geregelt. Die EU-Verordnung gilt immer dann, wenn der Abfahrts- oder der Ankunftshafen in dem Gebiet der Europäischen Union liegt und es sich um keine Ausflugs- oder Besichtigungsfahrt handelt. Für Kreuzfahrten gilt diese EU-Verordnung, sofern sie keine Pauschalreise ist. Informationen zu Verbraucherrechten bei Pauschalreisen gibt es im Verbraucherportal unter dem Stichwort Pauschalreise. Mit der Durchsetzung der Fahrgastrechte bei Schiffsreisen ist in Deutschland das Eisenbahn-Bundesamt beauftragt.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Erster Ansprechpartner bei Beschwerden zu einer Schiffsreise ist immer das zuständige Reiseunternehmen. Wird keine Einigung erzielt, können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (söp) wenden. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, beim Eisenbahn-Bundesamt Beschwerde einzulegen oder sich an das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland zu wenden.