Busreisen

Reisebus auf der Autobahn
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Je nach Art der Busreise greifen unterschiedliche rechtliche Bestimmungen für die Fahrgäste. Die Fahrgastrechte für Busreisen ab 250 Kilometern (Fernbusse) sind in einer EU-Verordnung einheitlich geregelt. Verspätet sich der Bus erheblich oder fällt die Fahrt ganz aus, können sich Fahrgäste direkt auf die darin festgelegten Regelungen berufen und Entschädigungsansprüche geltend machen. Bei Kaffeefahrten können Teilnehmer nachträglich vom Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Verspätung, Annullierung oder Überbuchung von Fernbus-Reisen

Wenn sich der Fernbus verspätet oder gar nicht erst kommt, können Fahrgäste laut EU-Verordnung über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr Nr. 181/2011 die folgenden Rechte geltend machen.

Vorsicht bei Kaffeefahrten

Sogenannte Kaffeefahrten, also Busreisen mit angeschlossener Verkaufsveranstaltung, sind nicht per se verboten. Es gibt aber unseriöse Anbieter, die mit aggressiven Methoden die Teilnehmer unter Druck setzen, Waren zu meist überteuerten Preisen zu kaufen. Unter Umständen verstoßen diese Anbieter dabei gegen Gewerberecht, Wettbewerbsrecht oder Strafrecht. Verbraucherzentralen raten dazu, auf solchen Veranstaltungen niemals spontan einen Vertrag zu unterschreiben und gegebenenfalls vom Widerrufsrecht Gebrauch zu machen.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Erste Anlaufstelle für Beschwerden oder Reklamationen bei Busreisen ist das durchführende Busunternehmen. Sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mit dem Unternehmen einigen können, können sie sich an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (söp) wenden oder beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) Beschwerde einreichen.