Spam

Icon einer Mülltonne
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Mit dem Begriff Spam werden unerwünschte, nichtangeforderte E-Mails mit werbenden Inhalten bezeichnet, die zudem Schadsoftware enthalten können. Um sich vor Spam zu schützen, können Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihrem E-Mail-Anbieter den Spam-Filter aktivieren, der die meisten der massenhaft versendeten Werbemails aussortiert. Das Versenden von Spam ist in Deutschland gesetzlich verboten.

Wortbedeutung von Spam

Der Begriff Spam geht vermutlich auf das amerikanische Dosenfleisch SPAM (Kurzform für Spiced Pork and Ham) zurück. Die Herstellerfirma des Dosenfleisches gibt als Ursprung der heutigen Verwendung des Begriffes einen Sketch der von Monty Python an, in dem die britische Comedy-Gruppe das Wort Spam in wenigen Minuten mehr als 120 Mal nennt und somit jede andere Kommunikation übertönt – also ähnlich wie die Massenmails, die die Postfächer überschwemmen.

Gesetzliche Grundlagen zu Spam

In Deutschland ist das Versenden von Spam-E-Mails gemäß § 823 und § 1004 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) verboten. Demnach ist das Beschäftigen mit einer Spam E-Mail ein unzumutbarer Aufwand, gegen den Verbraucherinnen und Verbraucher gerichtlich vorgehen können. Die Zusendung von Werbe-E-Mails ist nur rechtens, wenn dem vorher ausdrücklich zugestimmt wurde.

Gefahren durch Spam

Die meisten Spam-E-Mails wollen die Empfängerinnen und Empfänger durch enthaltene Schadsoftware ausspionieren oder ihnen schaden. So kann das Öffnen von Spam die unbemerkte Installation von sogenannten Trojanern oder Würmern auf dem Computer nach sich ziehen. Darin liegt ein Unterschied zur E-Mail-Werbung z. B. in Form von Newslettern, die zwar oft unerwünscht ist, aber in der Regel keinen Schaden anrichtet.

Schutz vor Spam

Um erst gar keine Spam-E-Mails zu bekommen, können Verbraucherinnen und Verbraucher einen sogenannten Spam-Filter bei ihrem E-Mail-Programm setzen. Dieser verhindert die Zustellung von Spam-E-Mails oder lässt sie in einen gesonderten Ordner einlaufen.
Vor dem Öffnen einer E-Mail sollten die Betreffzeile und der Absender kontrolliert werden. Erscheinen sie nicht vertrauenswürdig, sollte die Nachricht unverzüglich gelöscht werden. Generell ist es nicht empfehlenswert, Links in einer Spam-E-Mail anzuklicken, einen Anhang herunterzuladen oder auf eine Spam-E-Mail zu antworten.
Zum Schutz vor durch Spam transportierter Schadsoftware sollten Verbraucherinnen und Verbraucher den eigenen Computer auf dem neuesten Sicherheitsstand halten, indem sie alle Sicherheitsupdates installieren. Ein aktuelles Virenschutzprogramm bietet zusätzlichen Schutz.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com

Fühlen sich Verbraucherinnen und Verbraucher durch Spam-E-Mails belästigt, können sie sich an die Internet-Beschwerdestelle wenden. Werden Verbraucherinnen und Verbraucher durch Spam geschädigt, sollten sie sich an die Polizei oder die Internetwache der Berliner Polizei wenden. Die Verbraucherzentrale bietet ebenfalls Beratung zum Thema Spam an.